ACEA: E-Auto-Neuzulassungen steigen um 20 Prozent

158.280 Elektroautos wurden laut ACEA im Februar in der EU neu zugelassen und damit 20,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten beiden Monaten des Jahres zusammengenommen kamen die reinen Stromer auf 18,8 Prozent Marktanteil.

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Bild: Endesa

Im Januar waren es mit 154.230 Neuzulassungen zwar ein paar Elektroautos weniger als im Februar, doch damals entsprach das einem Wachstum von 24,3 Prozent zum Vorjahresmonat. Im Februar waren es zwar etwa 4.000 mehr Elektroautos, das entspricht aufgrund eines stärkeren Februar 2025 allerdings nur einem Plus von 20,6 Prozent.

Nach den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres hat der ACEA insgesamt 312.369 neue E-Autos in seiner Statistik erfasst, was einem Plus von 22,3 Prozent entspricht. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 1,66 Millionen Neuwagen in der EU zugelassen (-1,2 %), womit die reinen E-Autos auf einen Marktanteil von 18,8 Prozent kamen, was laut dem ACEA „das anhaltende Potenzial für weiteres Wachstum unterstreicht“. Der Februar isoliert betrachtet lag jedoch mit 865.437 Neuwagen 1,4 Prozent im Plus.

Italien überholt Belgien und Niederlande

Wie schon im Januar hat sich in den vier größten Elektroauto-Märkten der EU, die für zusammen 61 Prozent der E-Zulassungen stehen, ein gemischtes Bild gezeigt. Frankreich (+38,5 %) und Deutschland (+26,3 %) haben jeweils kräftig zugelegt, während Belgien (-11,0 %) und die Niederlande (-34,9 %) zweistellig im Minus lagen. Mit über 46.000 neuen Elektroautos alleine im Februar bleibt Deutschland der größte Einzelmarkt Europas, vor Frankreich (32.370 BEV) und dem Vereinigten Königreich als Nicht-EU-Land, das auf 21.840 elektrische Neuzulassungen kam.

Erwähnenswert ist zum Beispiel auch die Entwicklung in Italien: Mit einem satten Plus von 81,3 Prozent hat das südeuropäische Land im Februar 12.541 E-Neuzulassungen erreicht und damit Märkte wie Belgien (11.667 BEV) und die Niederlande (mit dem gerade erwähnten Minus nur noch 6.805 BEV) hinter sich gelassen. Und auch Dänemark, das im Februar mit über 81 Prozent E-Auto-Marktanteil geglänzt hat, hat die Niederlande mit 9.736 E-Autos überholt. Eine positive Entwicklung gab es auch in Spanien (8.889 BEV, +45,4 %), Schweden (7.650 BEV, +11,3 %), Portugal (4.732 BEV, +19,9 %) und Österreich (4.439 BEV, +4,9 %). In Kroatien (+271,7 %), Malta (+143,5 %) und Litauen (+111,9 %) gab es sogar ein dreistelliges Wachstum, allerdings auf einem deutlich niedrigeren Niveau, teilweise mit einer Ausgangsbasis von nur 46 E-Autos im Februar 2025.

Das größte Wachstum bei den Antriebsarten gab es im Februar aber nicht bei den Batterie-elektrischen Autos, sondern den Plug-in-Hybriden: Mit 83.772 Neuzulassungen konnten die PHEV das Vorjahresergebnis um 32,1 Prozent übertreffen. Die zahlenmäßig größte Antriebsart bleiben die Hybride (ohne PHEV), von denen der ACEA 334.791 Neuzulassungen (+10,1 %) registriert hat. Hier sind aber auch Mildhybride inkludiert, die kaum elektrisch fahren können und für die Kunden daher wie reine Verbrenner funktionieren – mit einem minimal geringeren Spritverbrauch. Damit haben alle teil-elektrischen Antriebsarten zugelegt, die reinen Verbrenner haben auf dem Papier verloren: Die Benziner kamen auf 199.910 Neuzulassungen (-17,9 %), die Diesel lagen mit 70.366 Einheiten 12,8 Prozent unter dem Vorjahr – hier aber mit der leichten Unschärfe, dass Mildhybride zu den Hybriden zählen und nicht zu den Verbrennern.

Bei den Zulassungszahlen nach Marken und Herstellern unterscheidet der ACEA nicht zwischen den einzelnen Antriebsarten. Damit sind hier lediglich Aussagen zu Herstellern mit einem rein elektrischen Modellangebot möglich. Und da viele chinesische Hersteller, die zunächst nur mit Elektroautos in Europa gestartet sind, inzwischen auch (Plug-in-)Hybride anbieten, bleibt hier nur noch Tesla übrig: Der US-Hersteller hat im Februar in der EU 13.740 Elektroautos verkauft, 29,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im laufenden Jahr steht Tesla damit bei 20.941 EU-Neuzulassungen, 16,7 Prozent über dem Vorjahr.

acea.auto (PDF)

1 Kommentar

zu „ACEA: E-Auto-Neuzulassungen steigen um 20 Prozent“
BEVQ in Europa + Türkei
24.03.2026 um 15:55
Rangliste der BEVQ an Neuzulassungen im Feb 2026: (1) Norway 98.0%; (2) Denmark 81.6%; (3) Finland 44.2%; (4) Iceland 39.6%; (5) Sweden 39.6%; (6) Belgium 31.5%; (7) Netherlands 30.4%; (8) France 26.8%; (9) United Kingdom 24.2%; (10) Luxembourg 23.2%; (11) Portugal 23.0%; (12) Germany 21.9%; (13) Malta 21.5%; (14) Austria 20.9%; (15) Switzerland 19.8%; (16) Ireland 19.1%; (/) EU27 18.3%; (17) Turkey 17.2%; (18) Slovenia 11.8%; (19) Romania 10.4%; (20) Cyprus 9.5%; (21) Spain 9.2%; (22) Lithuania 8.3%; (23) Hungary 8.0%; (24) Italy 8.0%; (25) Greece 6.5%; (26) Latvia 6.3%; (27) Estonia 5.7%; (28) Bulgaria 5.7%; (29) Czechia 5.2%; (30) Croatia 4.0%; (31) Poland 4.0%; (32) Slovakia 3.9%.

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