Bund fördert Ladestationen in Mehrfamilienhäusern mit 500 Mio. Euro

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) unterstützt ab sofort mit einem neuen 500 Millionen Euro schweren Förderprogramm den Aufbau von Ladeinfrastruktur in und an Mehrparteienhäusern. Das Potenzial für das Laden an Mehrfamilienhäusern ist groß.

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Symbolbild: Wallboxen in einer Tiefgarage
Bild: Volkswagen

Mit dem neuen Förderprogramm nimmt das BMV nach eigenen Angaben „gezielt den Gebäudebestand in den Blick, um den Zugang zu Ladeinfrastruktur an den rund neun Millionen Stellplätzen außerhalb des Straßenverkehrs zu erleichtern“. Und auf diese Weise will die Bundesregierung mehr Menschen vom Umstieg auf ein Elektroauto überzeugen, wenn sie einfach und günstig an der Wohnimmobilie laden können – wie es an Einfamilienhäusern schon häufig der Fall ist. An Mehrparteienhäusern ist die Installation einer Wallbox aber bekanntlich komplexer, weil es oft um viele Ladepunkte geht, aufwändigere Installationen und ein Lastmanagement, um den vorhandenen Netzanschluss nicht zu überlasten.

„Der Umstieg auf das E-Auto scheitert oft nicht am Willen, sondern an der Lademöglichkeit Zuhause. Gerade in Deutschland lebt ein Großteil der Menschen in Mehrparteienhäusern – doch die zugehörigen Stellplätze sind bislang nur unzureichend mit Ladeinfrastruktur ausgestattet“, sagt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). „Das ändern wir jetzt mit unserer Förderung in Höhe von 500 Millionen Euro. Wir machen Investitionen in private Lademöglichkeiten deutlich attraktiver und bringen die Infrastruktur dorthin, wo sie gebraucht wird. Denn Elektromobilität gelingt nur, wenn sie alltagstauglich ist.“

Erkannt hat die Politik diese Herausforderung bereits vor einer ganzen Weile, allerdings wurde das Laden an Mehrfamilienhäusern bisher nicht gezielt gefördert. Dass hier etwas in Planung ist, hat sich seit dem November 2025 abgezeichnet: Im damals vom Kabinett beschlossenen „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ wurde die „Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern“ direkt als dritte Maßnahme erfasst und als „ein zentraler Bestandteil“ des Masterplans bezeichnet. „Um die Investitionsbereitschaft der Eigentümer bzw. Eigentümergemeinschaften zu steigern und den Aufbau von Lademöglichkeiten in Mehrparteienhäusern zu beschleunigen, wird das BMV diesen Aufbau finanziell unterstützen und dabei auch Kosten für die Ertüchtigung des Netzanschlusses und der elektrischen Anlagen der Gebäude berücksichtigen“, kündigte das Ministerium damals in dem Masterplan an.

Jetzt geht es also an die konkrete Umsetzung: Gefördert werden die Anschaffung und Errichtung von privater Ladeinfrastruktur, z.B. Wallboxen in Verbindung mit der entsprechenden technischen Ausrüstung. Auch der Netzanschluss oder notwendige Baumaßnahmen sind förderfähig. Die Förderaufrufe werden heute veröffentlicht, Anträge sind ab dem 15. April 2026 möglich.

Drei parallele Förderaufrufe gestartet

Das Förderprogramm selbst ist jedoch in drei gleichzeitig laufende Förderaufrufe unterteilt, um den Anforderungen der unterschiedlichen Antragsberechtigten gerecht zu werden – es geht um Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG), kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Privateigentümer von Wohneigentum zur Vermietung und Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienunternehmen mit einem größeren Wohnungsbestand.

Die Anträge für die ersten beiden Empfängergruppen (WEG und KMU) werden laut dem Ministerium direkt nach Eingang bearbeitet. „Wird der Antrag bewilligt, wird die Förderung in Form eines Festbetrags beschieden. Eine Antragstellung ist bis zum 10. November 2026 möglich“, heißt es aus dem BMV. Die großen Wohnungsbauunternehmen müssen sich jedoch einem „wettbewerblichen Verfahren“ stellen. Hier ist eine Antragstellung bis zum 15. Oktober 2026 möglich, die Bewilligung erfolgt aber erst nach dem Abschluss des wettbewerblichen Verfahrens.

Unabhängig von der Größe müssen die Antragsteller jedoch die Bewilligung abwarten, bevor ein Dienstleistungsauftrag zur Installation der geförderten Ladeinfrastruktur vergeben werden kann. Wie lange es aber bis zur Bewilligung dauern wird, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Bis zu 2.000 Euro Förderung pro Stellplatz

Während bei den großen Immobiliengesellschaften klar ist, dass es um die Elektrifizierung größerer Wohnkomplexe geht, werden auch bei den WEG und KMU nicht einzelne Wallboxen gefördert. Eine Bedingung für den Erhalt der Förderung ist, dass mindestens 20 Prozent der vorhandenen Stellplätze eines Mehrparteienhauses vorverkabelt werden müssen. Zudem müssen immer mindestens sechs Stellplätze in oder an einem Mehrparteienhaus elektrifiziert werden. Damit will das Verkehrsministerium die „Elektrifizierung eines größeren Gebäudebestands in den Fokus“ nehmen.

Ein Stellplatz, der nur „elektrifiziert“ (also vorverkabelt) wird, wird mit maximal 1.300 Euro gefördert. Mit einer Wallbox steigt der Betrag pro Stellplatz auf maximal 1.500 Euro. Und der Bund übernimmt bis zu 2.000 Euro pro Ladepunkt, wenn dieser das bidirektionale Laden unterstützt. Dabei wird nicht festgelegt, ob es sich um AC- oder DC-Ladepunkte handelt (beim bidirektionalen Laden setzen einige Autobauer auf DC-Lösungen), allerdings ist die maximale Leistung je Ladepunkt auf 22 kW gedeckelt.

Inhaltlich betreut wird die Förderung von der Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur, die im Auftrag des BMV und unter dem Dach der bundeseigenen NOW GmbH seit 2020 die Aktivitäten zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland plant und unterstützt. „In Deutschland gibt es rund 21 Millionen Wohnungen in Mehrparteienhäusern und fast 9 Millionen Stellplätzen, die dazu gehören – ein riesiges Potenzial für den Ausbau von privater Ladeinfrastruktur“, sagt Dagmar Fehler, CEO und Sprecherin der NOW. „Weil das Laden zu Hause besonders beliebt ist, setzt die neue BMV-Förderung genau hier an. Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur begleitet das Förderprogramm fachlich und organisatorisch – von der Entwicklung bis zur praktischen Umsetzung.“

Die Antragstellung erfolgt allerdings nicht mehr über den Projektträger Jülich, sondern den Projektträger PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. „Der Projektträger stellt hierfür ein digitales Antragsportal für den gesamten Prozess zur Verfügung, das neben der eigentlichen Antragstellung auch zahlreiche Informationen und Hilfestellungen bereithält“, so das BMV.

Am 14. April um 9:30 wird es zudem ein Online-Seminar zu der neuen Förderung geben. Weitere Unterstützung gibt es von der Leitstelle: Diese hat kürzlich einen neuen Leitfaden zur Umsetzung von Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern veröffentlicht. Der „WEGweiser“ richtet sich an Wohnungseigentümer-gemeinschaften und unterstützt sie gezielt dabei, sich auf das Förderprogramm vorzubereiten. Und das BMV hat auch das Infoportal laden-im-mehrparteienhaus.de online gestellt. Dort gibt es weitere Informationen und auch den Link zum Antragsportal.

bmv.de (Mitteilung), nationale-leitstelle.de (WEGweiser als PDF), laden-im-mehrparteienhaus.de

15 Kommentare

zu „Bund fördert Ladestationen in Mehrfamilienhäusern mit 500 Mio. Euro“
Robert
25.03.2026 um 15:05
„Weil das Laden zu Hause besonders beliebt ist" Das Quatsch, es ist einfach deutlich billiger als an öffentlicher Ladinfrastruktur und es ist bequemer weil dort das Auto sowieso stundenlang herumsteht. und man nicht erst zur Ladesäule irgenwohin fahren muss und dort dann Däumchen drehen muss
Peter F.
25.03.2026 um 16:31
Absolut! Wer würde denn nicht gerne zuhause sein BEV laden wollen, sondern lieber zu viel höheren Preisen an öffentliche Ladepunkte fahren? Das Problem bei MFH ist doch eindeutig, dass die allermeisten Vermieter keinerlei Interesse daran zeigen in die Modernisierung ihres vermieteten Eigentums zu investieren, was sich auch an den beschämenden Sanierungsquoten zeigt.Gerade vor diesem Hintergrund geht mir die Mindestanzahl von 6 elektrifizierten Stellplätzen nicht in den Kopf: Mehr als 50 % der MFH haben maximal 6 Wohneinheiten und dementsprechend sicherlich fast immer weniger als 6 Stellplätze (wenn überhaupt ein Interesse daran besteht sämtliche Stellplätze mit Wallboxen auszustatten). Wieso das BMV einfach mal schnell den größten Teil der MFH von der Förderung ausschließt, verstehe ich einfach nicht. Bei EFH wurde doch auch gefördert, was nicht bei Drei auf dem Baum war...
Andy Nelsen
25.03.2026 um 15:53
Lächerlich. Eine Ladebüchse zur Wandmontage kostet einen sehr niedrigen 3 stellingen Bereich, etwas Leitung und 4 Dübel, warum dann 2000 Euro Förderung,? Mit dem Geld kann besseres gemacht werden. Dann, Anmeldung und Prüfung des Hausanschlusses, das ist eher das, was dauert und kostet. Bei 6 Ladeplätzen kommt man im eine Erneuerung des Hausanschlusses nicht herum kommen, und das dauert ggf Jahre, und bedingt dann ggf das Nachrüsten des gesamten Objektes. Das wird aber nicht gefördert. Zudem, Laden zu Hause ist auch nicht unbedingt attraktiv, wenn man kein Solardach hat, denn 33 CT/ kWh, da gibt es billigeres außerhalb des eigenen Grundstücks, zB Discounter. Oder mit Vertrag Schnellader, die bei 38 oder 39 Cent liegen, und damit in etwa den gleichen Preis kosten, aber nur 1h brauchen. Attraktiv ist das für viele nur deshalb, weil die öffentlichen Straßenlader am Bürgersteig sehr teure Preise aufrufen, nur 7 oder 11 kW bereitstellen, parkrechtlich nur 4 Stunden geblockt werden dürfen, und vom Infrastrukturbetreiber nach 3 Stunden mit exorbitanten Blockierentgelten bestraft werden. Damit bekommt man, ohne nach 3h umzuparken, und weitere 3 zu laden, sein Fahrzeug knapp zur Hälfte voll. Beim EFH aufm Dorf sieht das anders aus, denn da gibt es kaum öffentliche Infrastruktur. Und keine Förderung, wenn ich das richtig lese. Kann denn irgendwer in diesem Land mal was richtig machen?
ioniqKnechter
26.03.2026 um 06:44
Andy ... Mit deinem Kommentar zeigst du ERSTENS .... Deine negative Einstellung zu der ganzen Materie. ZWEITENS ... Das du keine Ahnung u total uninformiert einfach BS absonderst. .... Du gibst schon mal falsche Zahlen an. Reine Wallboxen werden nur mit 1.500€ gefördert. .... Bidirektionale Wallboxen (sind wenig aufwändiger) u mit 2.000€ gefördert. Die dienen der Netzstabilität dadurch, dass sie die Energie bei Bedarf, aus dem BEV Akku ins Netz zurück Speisen. ..... Dann zu deinem Scheinargument des zu schwachen Hausanschluss. ERSTENS ... Auch dafür gibt es intelligente Lösungen zb. ChargeX Wallbox. Da muss nur eine 11 kW Wallbox vom Fachmann installiert werden. Weitere können von technisch versierte Personen, über ein sicheres, patentiertes Stecksystem, nach Bedarf auf eine bestimmte max Anzahl erweitert werden. ZWEITENS .... Auch eine Erneuerung/Erweiterung/Verstärkung des Gebäude Netzanschluss/Verteilung ist gesondert Förderfähig. Steht alles im Text..... Aber wer nicht lesen UND verstehen kann/will, der schreibt Natürlich BS. Der ist Teil des Problems, nicht die Lösung!.... Erst informieren.... Dann kommentieren!
Ralf Dunker
27.03.2026 um 10:01
Moin,ich möchte Andy hier beispringen. Ich glaube nicht, dass Kritiker die E-Mobilität per se ablehnen, sondern darauf hinweisen, wie absurd es ist, dass das Automobil und die Infrastruktur für dessen Betrieb in Deutschland seit mehr als zehn Jahren mit hohen Beträgen subventioniert werden muss.Um die nächsten 85 Prozent der KFZ-Halter vom Wechsel zum BEV zu überzeugen und Subventionen zu vermeiden, sollten wir uns vielmehr dem Akkutausch zuwenden, der in China in 2030 ein Drittel des BEV-Marktes ausmachen soll.Die Argumente liefern weiter unten im Thread Herr Fenzlein und ich. Diese technische Variante zu ignorieren oder pauschal abzulehnen, wird dazu führen, dass Europa noch für lange Zeit von Verbrennern genervt wird.
erFahrer
26.03.2026 um 07:26
Sehr gut. Das könnte das „ich will nicht“ überdeckt von allen möglichen Ausreden der Hausverwalter den Wind aus den Segeln nehmen. Der haben zurecht Vorbehalte da sie dauerhaften Verwaltungs und Abrechnungsaufwand sehen. — Dass es viel einfacher geht zeigt „easycharge“. Jeder Ladepunkt wird hinter dem Haushaltszähler der jeweiligen Wohnung angeschlossen. Kein zusätzlicher Unterhaltsaufwand Zählergebühren etc. selbst bei BDL. Ein EMS verbindet dennoch alle WB miteinander so dass auch der Hausanschluss beibehalten werden kann. Der Verlegeaufwand ist dem gegenüber schnell über die Laufzeiten hereingespielt, sofern die Brandlast im Zaum gehalten wird.
Thorsten 0711
30.03.2026 um 20:02
Ein tolles System. Unser Zähler ist im Flur im 5. Stockwerk und es gibt keine Verbindung zur Tiefgarage... das wird lustig wenn 66 mal ein 5-adriges Kabel von der TG ins MFH gezogen werden muss. Bis in den 11 .Stock.
Stefan
02.04.2026 um 17:13
In solchen Fällen mit weit entfernten Zählern ist ein separater Zähler für den Strom am Stellplatz deutlich sinnvoller und günstiger.
Micha
26.03.2026 um 07:30
Über eine clevere Planung und Einholung von mehreren Angeboten steigt die Förderquote auf bis 90 %! #geladenwirdzuhause
Paul-Gerhard Fenzlein
26.03.2026 um 07:35
Die neue 500-Millionen-Euro-Förderung für Ladestationen in Mehrfamilienhäusern ist ein wichtiger Schritt, doch sie löst das Grundproblem des urbanen Raums nur bedingt: Den Platzmangel und die langwierige Installationsdynamik in Bestandsimmobilien. Während wir in Deutschland massiv in statische Kabel-Infrastruktur investieren, zeigt der Blick nach Asien, dass das Batteriewechselsystem (Battery-as-a-Service) eine hocheffiziente Alternative für die Stadt der Zukunft darstellt. Warum Batteriewechsel die bessere "urbane Wallbox" sein kann: • Geschwindigkeit statt Wartezeit: Während das Laden am Mehrfamilienhaus Stunden dauert, ermöglicht das EVOGO-System von CATL (mit den modularen „Choco-SEB“-Batterieblöcken) einen vollautomatischen Energienachschub in unter 100 Sekunden. Das ist schneller als jeder Tankvorgang beim Verbrenner. • Kosteneffizienz durch Modul-Leasing: Der Text zum CATL-System verdeutlicht den massiven Preisvorteil. Ein Fahrzeug wie der GAC Aion UT (Radstand auf Oberklasse-Niveau bei Kompaktmaßen) könnte ohne Batterie bereits für einen Bruchteil des Preises angeboten werden. In China senkt das Batterie-Leasing den Anschaffungspreis fast um die Hälfte. • Nachhaltigkeit und Flexibilität: Das modulare Prinzip erlaubt es, im Alltag nur einen Block zu nutzen (Gewichtsersparnis/Effizienz) und für die Langstrecke auf drei Blöcke aufzustocken. Zudem sind diese Systeme offen für verschiedene Hersteller (GAC, Changan, Chery etc.) – ein entscheidender Vorteil gegenüber proprietären Insellösungen. • Zukunftssicherheit: Während fest verbaute Wallboxen technologisch altern, können Wechselstationen zentral mit neuester Zellchemie (z.B. den angekündigten kälteresistenten Natrium-Ionen-Batterien) bestückt werden, ohne dass der Endkunde sein Fahrzeug umrüsten muss. Fazit für die deutsche Debatte Die Förderung für privates Laden ist gut, aber sie zementiert das Konzept des "Stehens beim Laden". Für Millionen Mieter in Ballungsräumen ohne festen Stellplatz bleibt die Wallbox ein Privileg. Ein offenes Wechsel-Ökosystem nach dem Vorbild der CATL-Kooperationen könnte die Elektromobilität in Europa deutlich schneller demokratisieren als das Verlegen von Millionen Kilometern Kupferkabel in alten Tiefgaragen.
Ralf Dunker
27.03.2026 um 09:43
Lieber Herr Fenzlein,ich stimme Ihnen vollumfänglich zu! Es wäre in Deutschland - bei 60 Prozent volatiler Einspeisung aus Wind und Sonne - sogar möglich, auf eine Akkumiete zu verzichten. Stattdessen könnte eine Tauschgebühr von 0,1 - 0,15 Euro/ kWh den Akku refinanzieren, der im Eigentum des OEM verbleibt. Damit bleibt der Strom immer noch billiger als Benzin/ Diesel. Aber die Anschaffungskosten für ein BEV sinken erheblich, wie von Ihnen beschrieben.Darüber hinaus würde der entstehende Akkupool, der von einem OEM gemanagt wird, an einer Tauschstation die schwankenden Börsenstrompreise und unterschiedlichen Stromprodukte zur Refinanzierung, auch der Infrastruktur, nutzen. OEM und Tankstellenbetreiber (Mineralölkonzerne) würden zu Stromdienstleistern, die Netzdienlichkeit wesentlich einfacher realisieren können, als viele zehntausend bidirektionale Ladepunkte. Ich freue mich, dass Sie auf diese technische Alternative, die ein neues europäisches Gemeinschaftsprojekt werden kann, hingewiesen haben! Wie gewinnen wir die Politik, die sich aufgrund der bereits geleisteten Fördersummen in einen Lock-in manövriert hat?
Obelix
26.03.2026 um 08:41
Bei MFH ist das Problem doch ein völlig anderes. Man muss beauftragen. Dazu muss abgestimmt werden und die Firmen legen horrende Rechnungen für völlig unnötig komplizierte Systeme vor, weil alles ja korrekt sein muss, natürlich nicht, weil man gierig ist.Und da Vermieter nur auf Rendite aus sind, kommt es nicht zur Mehrheit. Ich bin selber betroffen. Meine Motivation ist gering, aber paar k€ würde ich springen lassen, aber wenn ich für den Aufbau, dann, wenn sich die Gemeinschaft dann doch positiv entscheiden würde, den Rückbau und die Lastmanagementlösung bezahlen soll... Nein Danke. Besonders: Wenn ich es nur bei mir machen würde, wären die Begehrlichkeiten auf einmal hoch und das ganze würde ins Rollen kommen. Die anfängliche Skepsis zur eMobilität ist schon raus aus den Köpfen. Jetzt ist nur noch alles zu teuer.
LenaS
26.03.2026 um 13:31
Ich wohne in einer Kleinstadt hier gibt es MFHs ich lebe selbst in einem und wie schauen gerade auf E-Auto um zu steigen. Jedoch kenne ich kein FH mit selten ausnahmen das 6 Parteien und auch noch 6 Parkplätze hat . Hier wurde für die Großstadt gedacht aber nicht für die Ländlichen gebiete. Guter Ansatz aber wieder nur teilweise nutzbar. Wir haben immerhin 3 Parkplätze aber seien wir ehrlich uns würde schon ein Anschluss erst mal reichen.
Dennis
28.03.2026 um 06:37
Transparenzhinweis: Ich arbeite bei LADE.de Gerade in WEGs zeigt sich, dass nicht die einzelne Wallbox die eigentliche Herausforderung ist, sondern eine funktionierende Gesamtlösung. Aus unserer Praxis wissen wir, wie wichtig eine unkomplizierte Bearbeitung, ein breiter Lösungsumfang und vor allem intelligentes Energiemanagement sind. Damit sind nicht nur die Einmalkosten von der Förderung gedeckt, sondern ein kostengünstiger laufender Betrieb gewährleistet. Mit der schlüsselfertigen Komplettlösung von LADE holen wir das maximum aus der Förderung heraus und übernehmen dabei die komplette Abwicklung -> Stressfrei für Eigentümer und Hausverwaltung.
Christian
01.04.2026 um 13:04
Ich habe seit 2 Jahren eine eAuto. Bereits 2019, kurz vor dem ID3 hatte ich bei meiner Wohnungsbaugenossenschaft angefragt, ob wir nicht die 80%-Forderung der Stadt Hamburg nutzen wollen, um unsere Tiefgarage mit 32 Stellplätzen zumindest vorzubereiten und ggf. die ersten 2-3 Wallboxen (ich hätte damals bereits gern eine gehabt) installieren lassen wollen. Was meint ihr...?!? NEIN, eAutos werden sich nicht durchsetzen und die brennen ja auch schnell! 80% Förderung von den Make-Ready-Kosten wäre damals eine Fördersumme von 32T€ gewesen!!! Die Genossenschaft wollte gern erstmal abwarten, ob eAutos überhaut kommen... HEUTE, 2026 ist das eAuto alternativlos! Ja, noch nicht für jeden erschwinglich und die Reichweite..., aber diese Diskussion steht hier nicht an! WAS MACHE ICH NUN, um die Alten Weißen Männer meiner Wohnungsbaugenossenschaft dazu zu bringen, die verpasste CHANCE von 2019 nicht in 2026 erneut zu WIEDERHOLEN? Rechtlich habe ich gar keine Möglichkeiten - nur BITTE BITTE sagen bringt nichts! Wer kann mir und allen anderen die ebenfalls Vermieter haben, die keinen Handlungsbedarf sehen, dennoch dazu bewegen zu können, die Förderung zu beantragen und was zu bewegen?

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