Cottbusser ÖPNV-Betreiber flottet erste H2-Busse ein
Cottbusverkehr verantwortet den ÖPNV in der gleichnamigen Stadt und dem Landkreis Spree-Neiße. In einer neuen Mitteilung macht das Unternehmen nun publik, die Brennstoffzellen-Technologie ab dieser Woche erstmals unter realen Einsatzbedingungen im täglichen Fahrgastbetrieb zu erproben. „Ziel des Testbetriebs ist es, wertvolle Erkenntnisse über das Verhalten der Fahrzeuge im Linienalltag sowie über betriebliche Abläufe zu gewinnen“, schreibt der Betreiber. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Reichweite, Betankungsprozesse, die Einsatzplanung sowie das Zusammenspiel von Fahrzeug, Infrastruktur und Fahrpersonal.
Grundvoraussetzung für den jetzt eingeläuteten Testbetrieb war dabei eine mobile Wasserstofftankstelle, die Anfang April auf dem Betriebsgelände von Cottbusverkehr ans Netz gegangen ist. Sie gilt als Übergangslösung und soll als solche die Versorgung der Fahrzeuge sicherstellen, „bis die derzeit im Bau befindliche stationäre Wasserstofftankstelle gegen Ende des laufenden Jahres in Betrieb genommen werden kann“, so die Verantwortlichen.
Den nun beginnende Einsatz der Wasserstoffbusse wollen Cottbusverkehr und Spree-Neiße-Cottbusverkehr als klares Zeichen gewertet sehen, dass sich die klimafreundlichen Antriebstechnologien im ÖPNV der Region weiterentwickeln. Der nun beginnende Testbetrieb solle dabei das Fundament für den zukünftigen Regelbetrieb und die weitere Integration emissionsfreier Antriebssysteme in die Fahrzeugflotte bilden, heißt es.
Bei den H2-Bussen handelt es sich konkret um Modelle des Typs Kite Hydroliner des nordirischen Herstellers Wrightbus. Elf der 46 bestellten Einheiten sollen direkt in Cottbus zum Einsatz kommen, die restlichen 35 Fahrzeuge werden im Geschäftsgebiet von Tochtergesellschaft Spree-Neiße-Cottbusverkehr pendeln. Wir erinnern uns: Die Cottbusser hatten sich 2024 nach einem Test auf dem eigenen Betriebshof und im Stadtverkehr für das Fabrikat aus Nordirland entschieden – da der Bus „selbst bei tiefsten Temperaturen hervorragend performt“ habe, wie die Verantwortlichen seinerzeit hervorhoben.
Die Förderbescheide für die Wasserstoff-Busse hat Cottbusverkehr bereits 2022 erhalten – sie tragen rund 3,1 Millionen Euro zur Finanzierung bei. Zusätzlich konnte sich der ÖPNV-Betreiber gemeinsam mit dem Projektpartner LEAG weitere Fördermittel aus dem Strukturstärkungsgesetz für die Tankinfrastruktur in Höhe von rund 7,5 Millionen Euro sichern.
cottbusverkehr.de





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