GM bremst offenbar nächste Generation von E-Pickups und E-SUVs aus
Konkret betroffen von der Maßnahme sind laut dem Bericht von „Crain’s Detroit Business“ die Modelle GMC Hummer EV Pickup, GMC Hummer EV SUV, Cadillac Escalade IQ, Chevrolet Silverado EV und GMC Sierra EV. All diese Fahrzeuge werden in GMs reinem E-Auto-Werk namens Factory Zero in Detroit-Hamtramck hergestellt, für vier Wochen gestoppt, in dem die Produktion erst Mitte März für vier Wochen gestoppt worden war. Grund war damals die geringe Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, 1.300 Mitarbeiter wurden deshalb für vier Wochen in den Zwangsurlaub geschickt.
Laut dem von drei Insidern gestützten Bericht hat GM nun entschieden, die Entwicklung der neuen Generation dieser E-Pickups und E-SUVs für unbestimmte Zeit zu unterbrechen. Zulieferer seien darüber auch bereits informiert worden.
Die Produktion der Fahrzeuge sollte eigentlich in zwei Jahren beginnen. Und GM hatte bereits angekündigt, dass der neue Cadillac Escalade IQ dann als erstes Fahrzeug des Konzerns auch hochautomatisiertes Fahren auf Level 3 bieten soll. Unklar, was die aktuelle Meldung für dieses Vorhaben bedeutet. Laut „Crain’s Detroit Business“ gilt es auf jeden Fall laut den Zulieferern und auch Analysten als unwahrscheinlich, dass die Produktion der neuen Generation dieser Modelle vor 2030 anlaufen wird.
Ein GM-Sprecher will dies aber noch nicht bestätigen: „Wir haben weder mögliche Pläne noch einen Zeitplan für batterieelektrische Trucks (gemeint sind Pickups und SUV – die Redaktion) der nächsten Generation bekannt gegeben und werden uns auch nicht an Spekulationen beteiligen.“
Autoanalyst Sam Fiorani von AutoForecast Solutions geht aber davon aus, dass sich GM nicht komplett von den großen Elektro-Pickups zurückziehen wird. „Der Cadillac Escalade IQ basiert auf derselben Plattform, wird im selben Werk gebaut und ist ein wichtiger Bestandteil von Cadillacs Zukunftsplan. Die verwandten Fahrzeuge steigern zudem die Auslastung des Werks und die Rentabilität der Plattform“, so Fiorani.
General Motors hatte wie auch die anderen beiden großen US-Player Ford und Stellantis mit einem deutlich schnelleren Hochlauf der Elektromobilität gerechnet und massiv in entsprechende Fahrzeuge investiert. Doch spätestens seitdem die Trump-Regierung die US-Steuergutschrift von 7.500 US-Dollar für E-Auto-Käufer zum 30. September hat auslaufen lassen, korrigieren die Hersteller ihre Strategien und priorisieren Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor wieder deutlich stärker. Im Zuge dessen nahm GM im Januar eine Abschreibung von 6 Milliarden US-Dollar vor, nach zuvor 1,6 Milliarden US-Dollar bereits im Oktober.





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