Letztes Tesla Model S vom Band gelaufen
Wie Tesla am Wochenende mit einem Post bei X verbreitet hat, ist die Produktion der beiden Oberklasse-Modelle nun ausgelaufen. Der Bereich des Werks im kalifornischen Fremont, in dem die Baureihen gefertigt werden, soll laut der Ankündigung von Januar künftig dazu genutzt werden, den humanoiden Roboter von Tesla zu fertigen. Da das Model S und Model X nach 14 bzw. 11 Jahren Bauzeit – inklusive mehrerer Updates – im Tesla-Absatzmix zunehmend an Bedeutung verloren haben, werden sie ohne direkten Nachfolger eingestellt.
Wie viele Model S und Model X Tesla zuletzt noch verkauft hat, lässt sich nicht genau sagen – in den Veröffentlichungen des Unternehmens werden die beiden Oberklasse-Modelle zusammen mit dem Cybertruck als „andere Modelle“ aufgeführt. Und von diesen „anderen Modellen“ hat Tesla 2025 nur 50.850 Exemplare verkauft – im Vergleich zu 1,6 Millionen Model 3 und Model Y. Die Produktionskapazität für das Model S und Model X in Fremont gab Tesla bis zuletzt mit 100.000 Fahrzeugen an. Da in den rund 50.000 Fahrzeugen auch noch die Cybertrucks aus Texas (Kapazität: 125.000 Fahrzeuge pro Jahr) enthalten sind, dürften die Montagelinien für die Oberklasse-Fahrzeuge in Fremont nur noch sehr schlecht ausgelastet gewesen sein.
Das letzte Fahrzeug ist ein schwarzes Model S. Auf der Karosserie haben alle Mitarbeitenden der Produktion unterschrieben, dieses Exemplar wird wohl ein Ausstellungsstück. Das Model S hat in der Tesla-Historie eine große Bedeutung: Es war die zweite Baureihe des damaligen Startups nach dem Tesla Roadster und der erste „echte“ Tesla, der komplett selbst entwickelt wurde. Der Roadster hatte zwar einen Elektro-Antrieb von Tesla, basierte aber noch auf einem Chassis von Lotus.



Zum Ende der beiden Baureihen hatte Tesla noch eine spezielle „Signature“-Edition aufgelegt, die auf 350 Exemplare limitiert ist – konkret 250 Model S und 100 Model X zu einem Preis von jeweils 159.420 US-Dollar. Diese Fahrzeuge waren nicht im freien Verkauf erhältlich, sondern wurden nur ausgewählten Tesla-Besitzern angeboten. Die „Signature“-Modelle zeichnen sich durch eine besondere Lackierung in Granatrot aus und verfügen über goldene Akzente rund um das gesamte Fahrzeug – etwa goldene Tesla-Logos und goldene Bremssättel, aber auch „Signature“-Schriftzüge im Innenraum.
Allerdings gibt es auch um diese Fahrzeuge schon eine Kontroverse: Die für Dienstag, den 12. Mai, angesetzte Veranstaltung zur Auslieferung der Fahrzeuge soll Tesla am Samstag überraschend verschoben haben. „Die für den 12. Mai 2026 geplante Auslieferungsveranstaltung der Signature Edition wurde verschoben. Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten“, soll die kurze Nachricht von Tesla an die Signature-Kunden lauten, die über soziale Medien verbreitet wurde. Das hat viele der Kunden, die rund 160.000 Dollar für eines der Fahrzeuge ausgegeben haben, nicht gerade erfreut, da sie schon die Reise zu dem Event mit Flügen und Hotels gebucht hatten – und Tesla kein Wort über eine mögliche Übernahme der entstandenen Kosten verliert. Einen neuen Termin, wann die Fahrzeuge tatsächlich ausgeliefert werden sollen, hat Tesla noch nicht genannt.
x.com (Produktionsende), electrek.co (Signature Edition)




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