Schweiz registriert im ersten Halbjahr 28.000 neue E-Autos
Laut Zahlen des Importeursverbands auto-schweiz sind im ersten Halbjahr in der Schweiz und in Liechtenstein insgesamt 116.584 Pkw neu zugelassen worden. Darunter sind 27.889 Batterie-elektrische Einheiten (BEV), was einem Anstieg um 20,2 Prozent gegenüber dem analogen Zeitraum 2025 entspricht. Die BEV-Quote stieg damit auf 23,9 Prozent, sprich: Fast jeder vierte Pkw hatte im ersten Halbjahr einen einen Elektroantrieb an Bord.
Dabei wuchs der BEV-Markt mit einer wesentlich höheren Dynamik als der Pkw-Gesamtmarkt, der moderat um drei Prozent zunahm. Der Juni war dabei ein starker Verkaufsmonat mit 25.207 Zulassungen über alle Antriebe hinweg (+15,6% YoY). Die Experten von auto-schweiz machen jedoch darauf aufmerksam, dass dieser Anstieg auch kalendarisch bedingt ist: „Im Vergleich zum Vorjahr fielen 2026 weniger Feiertage auf Werktage, was mehr Verkaufstage zur Folge hatte“, ordnet der Importeursverband ein.
Neben BEVs verzeichneten vor allem Plug-in-Hybride (PHEV ; hier rechnet die Statistik auch Range-Extender-Fahrzeuge mit ein) im ersten Halbjahr hohe Zuwächse: Deren Immatrikulationen stiegen gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 24,7 Prozent auf 14.456 Fahrzeuge – was einem Marktanteil von 13,4 Prozent entspricht. Rechnet man die Neuzulassungen von BEVs und PHEVs zusammen, erreichten die Steckerfahrzeuge in der Schweiz und in Liechtenstein im bisherigen Jahresverlauf bereits einen Marktanteil von 36,3 Prozent. Tendenz steigend: Im Juni waren es sogar erstmals 40,0 Prozent.
Grundsätzlich bilden aber weiterhin die Hybride die am stärksten nachgefragte Antriebsart (+2% YoY). Sie machten im ersten Halbjahr 36,5 Prozent des Pkw-Neuwagenmarkts aus. Verbrenner-Antriebe verlieren laut der Statistik von auto-schweiz hingegen weiter an Bedeutung (Benziner -11% YoY, Diesel -22% YoY) und repräsentieren noch 27,2 Prozent des Markts. Wichtig: Als Hybrid zählt der Verband Voll- und Mildhybride, also auch Fahrzeuge, die teilweise nicht einmal kürzeste Strecken rein elektrisch fahren können, aufgrund eines E-Motors im Antriebsstrang aber offiziell als Hybrid gelten. Der oftmals zusammen einhergehende Schwund bei den Verbrennern und Zuwachs bei den Hybriden kann durch dieses Phänomen also teils erklärt werden. Allerdings ist in der Schweiz und Liechtenstein die Hybrid-Nachfrage stagniert, während die Verbrenner verloren haben – was für einen „echten“ Schwund bei Diesel- und Benzinautos spricht.
Beim Marken-Ranking schlüsselt der Importeursverband derweil nicht nach Antriebsarten auf, sodass sich nur ein Blick auf die reinen E-Pkw-Hersteller lohnt: Tesla legte im ersten Halbjahr um 14,4 Prozent auf fast 3.200 Fahrzeuge zu. Polestar blieb mit 587 verkauften Einheiten konstant. Und auch BYD sei genannt, auch wenn bei dem chinesischen Hersteller auch PHEV im Sortiment sind: Die Marke sprang von 180 Verkäufen im H1/2025 auf jetzt 2.719 verkaufte Einheiten. Ein Anteil am Pkw-Gesamtmarkt von 2,3 Prozent – grob auf einem Niveau mit Ford oder Kia.





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