Daimler und BAIC bauen Produktion in China aus

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Erst vor wenigen Tagen stieg der chinesische Autobauer Geely bei Daimler ein, wodurch das Unternehmen jetzt zum größten Einzelaktionär wird. Jetzt gaben die Stuttgarter ihrerseits eine Milliarden-Investition in das mit BAIC geführte Gemeinschaftsunternehmen Beijing Benz Automotive (BBAC) bekannt. 

Die Rede ist von nicht weniger als rund 1,5 Milliarden Euro. Im Rahmen der Finanzierung wird eine BAIC-Produktionsstätte im Stadtbezirk Shunyi der chinesischen Hauptstadt an BBAC übertragen und umgebaut, um dort zusätzliche Produktionskapazitäten für Mercedes-Benz zu ermöglichen.

Der jetzt angekündigte Ausbau soll es Daimler ermöglichen, mit lokalen Modellen, die speziell auf die Bedürfnisse der chinesischen Kunden zugeschnitten sind, darunter auch Elektrofahrzeuge der Mercedes-Benz-Marke EQ, besser auf die gestiegene Marktnachfrage zu reagieren. Diese „Lokalisierungsbemühungen“ werden durch eine starke lokale Forschung und Entwicklung unterstützt. Zudem hat das Mercedes-Benz Research and Development Center in Peking kürzlich auch seine Zusammenarbeit mit der Tsinghua University weiter ausgebaut. Beide Partner wollen gemeinsam eine Forschungskooperation im Bereich Batteriesicherheit und Schnellladung initiieren, um die Elektromobilität in China voranzutreiben.

Im Juni des vergangenen Jahres hatte Daimler im Rahmen einer Kooperation eine Minderheitsbeteiligung an der BAIC-Tochter Beijing Electric Vehicle (BJEV) sowie Investitionen in den Ausbau der bestehenden Produktionsanlagen des Joint Ventures BBAC bekanntgegeben. Die bestehende China-Kooperation von Daimler mit BYD (Stichwort: Denza) soll von dem neuen Deal unberührt bleiben. Nur einen Monat später folgte die Ankündigung des Baus einer Batteriefabrik unter dem Dach des Gemeinschaftsunternehmens BBAC in Peking. Die ersten Batterie-elektrischen Fahrzeuge sollen im Jahr 2020 bei BBAC vom Band laufen.
automobilwoche.de, daimler.com

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