29.04.2021 - 13:14

Johnson Matthey und Stena starten Recycling-Projekt

Der britische Chemiekonzern Johnson Matthey hat eine Vereinbarung mit Stena Recycling geschlossen. Ziel der Kooperation ist es, in Europa eine effiziente Wertschöpfungskette für das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien und Batteriezellen-Materialien zu entwickeln.

Dabei geht es auch, aber nicht nur um Batterien aus Elektrofahrzeugen. Anders als das ebenfalls an diesem Donnerstag angekündigte Kreislaufwirtschafts-Projekt von Kia und SK Innovation, die sich auf Fahrzeug-Batterien konzentrieren, ist die britisch-skandinavische Kooperation breiter aufgestellt.

Aber alleine aufgrund ihrer Kapazität und des stark anlaufenden Marktes werden Elektroauto-Batterien einen wichtigen Teil der Kooperation ausmachen. Der Hochlauf der Elektromobilität werde „zu einem exponentiellen Anstieg der Nachfrage nach Recycling führen, was für die Rückgewinnung kritischer Metalle wie Lithium, Nickel und Kobalt von entscheidender Bedeutung ist und den CO2-Fußabdruck von Batterie-Elektrofahrzeugen verringert“, so Johnson Matthey in der Mitteilung.

Die Aufgabenteilung: Der Recycling- und Entsorgungsexperte Stena führt derzeit Einrichtungen und Verfahren ein, um die Materialien aus den Batterien zur weiteren Raffination zu extrahieren. Der Chemiekonzern Johnson Matthey wird dann diese Raffination übernehmen und entwickelt hierfür die notwendigen Prozesse.

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Erklärtes Ziel ist es – wie übrigens auch bei Kia und SKI – Materialien zu gewinnen, die wieder für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien geeignet sind. So soll nach und nach der Recyclinggehalt neuer Batterien erhöht werden. Besonders das Kathodenmaterial – also Lithiumhydroxid, Kobalt, Nickel und Mangan – ist ein wichtiger Faktor für die Qualität der Batterie hinsichtlich Kapazität und Leistung.

Für Stena Recycling, das an 173 Standorten in sieben Ländern in Nordeuropa pro Jahr über sechs Millionen Tonnen Material aus allen möglichen Bereichen recycelt, ist das Batterie-Geschäft nicht neu. Zusammen mit Volvo Busses arbeitet Batteryloop, ein Tochterunternehmen, an mehreren Second-Life-Projekten.
matthey.com

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29.04.2021 13:25