24.08.2022 - 10:57

REEsilience: Nachhaltige Lieferketten für Seltenerd-Materialien

Das neue EU-Projekt REEsilience zielt auf den Aufbau einer widerstandsfähigeren und nachhaltigeren Lieferkette für magnetische Seltenerd-Materialien und -Produkte in Europa ab. Dabei geht es auch, aber nicht nur, um Rohstoffe für einige Elektromotoren.

Magnetische Seltenerd-Materialien wie etwa Neodym werden zum Beispiel in der Permanentmagneten in permanenterregten Synchronmotoren verbaut. Die starken, aber eben auch effizienten Magnete werden aber etwa auch im großen Stil in Windturbinen oder im Kleinen in Sensoranwendungen eingesetzt. Obwohl die EU bei der Herstellung von z. B. Elektromotoren weltweit führend sei, ist sie entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Magnetwerkstoffe importabhängig, wie es in einer Mitteilung des Steinbeis Europa Zentrums heißt. Sprich: Trotz eines wachsenden Marktes sind die europäischen Magnetproduktionskapazitäten nicht ausreichend ausgeschöpft und bedienen eher spezielle Nischenanwendungen.

Genau hier will das EU-geförderte REEsilience-Projekt ansetzen und eine Lieferkette aufbauen. Die Partner des Projekts werden laut der Mitteilung Seltene Erden nach geografischen Standorten, Quantitäten, chemischen Zusammensetzungen, Ramp-up-Szenarien, Preisen, ethischen- und Nachhaltigkeitsindikatoren kategorisieren und dabei alle Wertströme von Primärrohstoffen bis zu Sekundärmaterialien berücksichtigen.

Das Projekt wird außerdem ein Produktionssystem aufbauen, das eine widerstandsfähigere und nachhaltigere Lieferkette für Seltenerd-Materialien und Magnete für die Elektromobilität, erneuerbare Energien und andere strategische Sektoren in Europa mit weniger Abhängigkeiten von außereuropäischen Volkswirtschaften gewährleistet.

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Perspektivisch sollen auch die Anteile der Seltenerd-Materialien je Bauteil gesenkt werden, um die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen. Dafür soll im Rahmen von REEsilience ein Software-Tool entwickelt werden, welches optimale Mischungsverhältnisse ermitteln soll, um eine gleichbleibend hohe Produktqualität mit einem Maximum an Sekundärmaterialien für Hightech-Anwendungen zu garantieren. In Kombination mit verbesserten Technologien zur Legierungsherstellung und Pulveraufbereitung soll die Ausbeute und Stabilität der Prozesse weiter erhöht werden, so das Steinbeis Europa Zentrum.

Das Projekt wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon Europe der Europäischen Union finanziert und vom Institut für strategische Technologie- und Edelmetalle (STI) der Hochschule Pforzheim koordiniert und läuft bis Juni 2026. Das Konsortium umfasst 16 Projektpartner und zwei assoziierte Partner aus zehn europäischen Ländern (Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Polen, Slowenien, Spanien, Schweden, Vereinigtes Königreich).
steinbeis-europa.de

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