Globaler Absatz von H2-Fahrzeugen legt um fast ein Viertel zu
Das geht aus einer Analyse des südkoreanischen Anbieters SNE Research hervor. Nach einem Rückgang im ersten Halbjahr habe sich der Markt im zweiten Halbjahr erholt und sei auf jene 16.011 Einheiten gewachsen, so SNE Research.
Zwar liegt in der Statistik China mit 7.797 Einheiten auf dem ersten Platz in der Länder-Statistik von SNE Research. In der Hersteller-Statistik werden alle 7.797 Fahrzeuge jedoch als „China Commercial“ zusammengefasst und nicht nach Herstellern und/oder Modellen aufgeschlüsselt. Es bleibt also offen, ob es sich dabei wirklich um Brennstoffzellen-Pkw oder um (leichte) Nutzfahrzeuge mit diesem Antrieb handelt. Unabhängig davon: Dass China 9,6 Prozent über dem Ergebnis aus 2024 liegt, führt SNE Research auf den extrem starken Dezember zurück. Die Abschaffung der Kaufsteuer-Befreieung für New Energy Vehicles zum Jahreswechsel hatte auch bei den Batterie-Elektroautos und den Plug-in-Hybriden zu vorgezogenen Käufen im Dezember und einen Nachfrage-Anstieg gesorgt. „ Verstärkt wurde dieser Anstieg zusätzlich durch die Erfüllung der Leistungsziele in Wasserstoff-Pilotstädten vor Jahresende“, so SNE Research.
Mit 6.802 FCEV-Pkw und einem Wachstum von ordentlichen 84,4 Prozent folgt Südkorea direkt dahinter. Getrieben wurde das dortige Wachstum von der Premiere der zweiten Generation des Hyundai Nexo im April 2025 – in Deutschland ist das Modell erst seit diesem Januar bestellbar.
Mit 6.861 Einheiten ist Hyundai auch der mit Abstand erfolgreichste Hersteller – abgesehen von den nicht genau zugeordneten 7.797 „China Commercial“-Fahrzeugen. Hyundai konnte um 78,9 Prozent wachsen und steht (inklusive der China-Fahrzeuge) für 42,9 Prozent des FCEV-Weltmarkts. Der einstige Marktführer Toyota musste mit seinem beiden Modellen Mirai und Crown FCEV einen Rückgang um 39,1 Prozent auf 1.168 Einheiten hinnehmen. Honda, das 2024 auf keine einzige FCEV-Neuzulassung kam, hat immerhin 185 Einheiten des CR-V e:FCEV in der Bilanz stehen.
Während die Märkte in China und Südkorea teils deutlich gewachsen sind, ging in allen anderen Regionen der Absatz der Brennstoffzellen-Autos zurück. Für Europa hat SNE Research von 566 Einheiten erfasst (-23,1 Prozent), in Japan gibt es um 37,3 Prozent auf 430 Fahrzeuge zurück und Nordamerika kommt auf 365 Fahrzeuge (-37,7 Prozent). Auch der Rest der Welt hat von 57 auf 51 Fahrzeuge verloren – um 10,5 Prozent, um genau zu sein.
„Das Wachstum des globalen FCEV-Marktes im Jahr 2025 lässt sich als Ergebnis der Erholung von Hyundai Motor im zweiten Halbjahr und der Auswirkungen der Steuer- und Abrechnungsfristen zum Jahresende in China zusammenfassen“, bilanziert SNE Research. „Da der Anstieg in China im Dezember jedoch größtenteils auf einer vorgezogenen Nachfrage beruhte, besteht die Möglichkeit einer kurzfristigen Korrektur Anfang 2026. Die Tatsache, dass der Toyota Mirai 2026 nur geringfügige Aktualisierungen aufweist, deutet zudem darauf hin, dass das Nachfragewachstum für Pkw-FCEVs vorerst begrenzt bleibt.“
Bei der Marktentwicklung im laufenden Jahr sehen die südkoreanischen Experten auch einige Fragezeichen. So sei noch offen, ob der Ausbau der Infrastruktur mit der Nachfrage Schritt halten könne oder ob Pilotprojekte tatsächlich in einen nachhaltigen Betrieb übergehen. Und: „Bleiben die Subventionsrichtlinien stabil genug, um eine verlässliche Prognose für Fahrzeugpreise und Gesamtbetriebskosten (TCO) zu gewährleisten?“





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