E-Lkw-Vermieter Juna will noch 2026 auf 200 Fahrzeuge kommen

Der Berliner E-Truck-as-a-Service-Anbieter Juna zieht nach zwei Jahren elektrischen Lkw-Betrieb in Europa eine Zwischenbilanz. Die Firma betreibt derzeit gut 50 elektrische Lkw und arbeitet mit 20 Kunden zusammen. Noch vor Jahresende wollen die Berliner ihre E-Flotte vervierfachen.

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Bild: JUNA Technologies GmbH

Bei Juna handelt es sich um ein 2023 gegründetes Joint Venture von Scania und Sennder mit Geschäftsfokus auf die Vermietung von E-Lkw. Mit einem Pay-per-Use-Ansatz soll das Startup Transportunternehmen den Umstieg auf E-Lkw erleichtern. Dabei fallen für die Logistiker keine hohen Anschaffungskosten an und sie haben kein Restwert-Risiko in der Bilanz – das liegt bei Juna. Stattdessen versprechen die Berliner den Zugang zu E-Lkw von Scania und garantierte Transportvolumen. Durch diese„vorhersehbare kommerzielle Nutzung“ sollen die finanziellen Herausforderungen beim Umstieg auf E-Lkw entfallen – oder zumindest abgemildert werden.

Vermietet werden die E-Lkw zurzeit nach Unternehmensangaben in fünf großen europäischen Märkten, darunter in Deutschland. Angeboten werden dabei Pakete, bestehend aus Elektrofahrzeugen, Reparatur-, Wartungs-, Versicherungs-, Digital- und Elektroservices sowie nutzungsabhängigen Gebühren bei garantierter Auslastung. Und: Schon im Vorfeld will Juna per Datenanalyse die Elektrifizierungsstrategien optimieren und die Routen der Kunden für die Eignung von Elektrofahrzeugen simulieren.

Einen ganz ähnlichen Pay-per-Use-Ansatz im Bereich von Batterie- und Brennstoffzellen-Lkw bietet bekanntlich das Kölner Unternehmen Hylane. Da hinter Hylane mit der DEVK jedoch kein Hersteller steht, werden dort Lkw unterschiedlicher Marken im Mietmodell angeboten. Die Grundidee, die hohen Anschaffungskosten über das Pay-per-Use-Konzept umzulegen, ist jedoch gleich.

Juna meldet nun, dass die eigenen BEV-Lkw bei Kunden binnen zwei Jahren über 1,6 Millionen Kilometer zurückgelegt haben. „Was Anfang 2024 mit ersten Routen in Deutschland begann, ist heute ein etabliertes Transportnetzwerk in Deutschland, Italien, den Niederlanden, Belgien und Polen“, heißt es in einer uns per E-Mail vorliegenden Mitteilung. Juna arbeite aktuell mit 20 Kunden zusammen und setze die E-Lkw vor allem auf klar definierten, ausgelasteten Routen ein, auf denen Ladeinfrastruktur und Auslastung zuverlässig planbar sind.

Juna betreibt derzeit gut 50 elektrische Lkw und plant, die Flotte bis Ende 2026 auf 200 Fahrzeuge auszubauen. Die vormals genannten 5.000 Einheiten bis 2030 erwähnt das Joint Venture in seiner aktuellen Mitteilung allerdings nicht mehr.

„Von Anfang an war es nicht unser Ziel, jede Dieselroute über Nacht zu ersetzen, sondern eine belastbare und skalierbare Grundlage für elektrischen Güterverkehr zu schaffen“, äußert Matteo Oberto, Chief Executive Officer von Juna. „Nach zwei Jahren geht elektrischer Schwerlasttransport deutlich über einzelne Pilotprojekte hinaus. Wir haben strukturierte, wiederholbare Prozesse etabliert. Der nächste Schritt ist nun, das, was bereits funktioniert, konsequent weiter auszubauen.“ Um dieses Wachstum zu unterstützen, habe Juna sein Team zuletzt auch personell verstärkt, etwa in den Bereichen Operations, Technologie und Commercial.

Quelle: Infos per E-Mail

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