Elektroauto-Neuzulassungen in Deutschland legen im Februar weiter zu

Insgesamt 46.275 neue Elektroautos wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt im Februar in Deutschland neu zugelassen. Damit legte diese Antriebsart im Vergleich zum Januar 2026 weiter zu, im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar deutlich. Der Marktanteil bleibt mit 21,9 Prozent auf einem stabilen Niveau.

Kba februar

Im Jahresschnitt 2025 machten die E-Autos hierzulande einen Anteil von 19,1 Prozent am Gesamtmarkt aus. Das zeigt unsere 2025er Bilanz anhand der Zahlen vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Allerdings erreichen die rein elektrischen Pkw bereits im Dezember einen Marktanteil von 22 Prozent. Nach dem Januar, der ebenfalls auf 22 Prozent kam, knüpft auch der Februar mit seinen 21,9 Prozent nahezu nahtlos daran an.

Für diesen Wert sorgten die 46.275 Neuzulassungen dieser Antriebsart, was einem Anstieg um 28,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (35.949 Exemplare) entspricht. Im Vergleich zum Januar dieses Jahres kamen 3.583 E-Autos mehr neu auf die Straßen.

Mit dem Plus von 28,7 Prozent haben die Stromer zudem stärker zugelegt als der Gesamtmarkt. Über alle Antriebsarten hinweg wurden im Februar 211.262 Personenkraftwagen neu zugelassen, ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Vor allem die gewerblichen Neuzulassungen (+5,4 % YoY) sorgten für den Zuwachs, deren Anteil bei 68,5 Prozent lag. Die privaten Neuzulassungen kamen auf 31,5 Prozent (+0,7 % YoY).

Erwähnenswert ist vor diesem Hintergrund auch die Entwicklung der Plug-in-Hybride, die im Februar 24,5 Prozent über dem Vorjahresmonat lagen. Mit 24.328 neuen PHEV machten die Teilzeitstromer 11,5 Prozent des Neuwagenmarkts aus. Verluste verzeichneten weiterhin die Verbrenner. Die Benziner kamen im Februar auf 48.404 Einheiten, die zum Vorjahresmonat ein Minus von 14,9 Prozent hinnehmen mussten. Ihr Marktanteil am Gesamtmarkt lag vergangenen Monat bei 22,9 Prozent. Hinzu kamen noch 31.338 Diesel-Pkw (14,8 % Marktanteil), für die es im Vergleich zum Februar 2025 um 2,4 Prozent nach unten ging.

Allerdings sind die Rückgänge bei den reinen Verbrennern nur bedingt aussagekräftig, da sich ein guter Teil der Neuzulassungen auch in das nominell größte Segment der Hybride (60.510 Exemplare, 28,7 Prozent Marktanteil) verschoben haben dürfte. Als Hybrid zählt das KBA Voll- und Mildhybride, also auch Fahrzeuge, die teilweise nicht einmal kürzeste Strecken rein elektrisch fahren können, aufgrund eines E-Motors im Antriebsstrang aber offiziell als Hybrid zählen.

Der Vollständigkeit halber seien für Februar noch 397 neue flüssiggasbetriebene Pkw (0,2 %, -48,2 %) und drei Fahrzeuge mit Brennstoffzelle genannt. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Pkw-Neuzulassungen im Februar 2026 sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,5 Prozent auf 102,6 g/km.

Beim Absatz auf Markenebene wird nicht zwischen den Antriebsarten unterschieden, daher zunächst nur ein paar erste Aussagen zu den reinen Elektro-Marken: Tesla verzeichnete mit 2.276 Neuzulassungen ein Plus von 59,3 Prozent. Ein Wachstum gab es auch bei Smart (356, +26,7 %), Xpeng (331, +104,3 %) und Polestar (296, +12,5 %), zudem sind erstmals in einem Februar 16 Exemplare von Togg, 13 von Deepal und 12 von Zeekr erfasst. Ein Minus stand jeweils für VinFast (10 Neuzulassungen, -44,4 %), Lucid Motors (7, -22,2 %) und auch Nio (5 Exemplare, -80 %) in der KBA-Statistik.

Skoda Elroq führt den Februar an

Genau 3.406 Skoda Elroq wurden im Februar in Deutschland neu zugelassen, womit sich das Modell den ersten Platz unter den Elektroautos in der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts sichern konnte. Dahinter reihten sich der VW ID.3 und der Skoda Enyaq ein. Auch im vergangenen Monat dominierten damit wieder Elektroautos aus dem VW-Konzern.

Dies gilt auch für die Jahreswertung. So führt der Skoda Elroq bislang das BEV-Ranking an. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres wurden insgesamt 6.527 Exemplare neu zugelassen. Auf den anderen beiden Podest-Platzierungen finden sich hingegen Modelle der Marke Volkswagen wieder. Neben dem ID.7, von dem als Limousine und Kombi 4.878 Neuzulassungen vom KBA registriert wurden, ist dies noch der ID.3 mit 4.860 Neuzulassungen.

RangModellJanuarFebruarGesamt
1Skoda Elroq3.1213.4066.527
2Volkswagen ID.72.6322.2464.878
3Volkswagen ID.32.4052.4554.860
4Skoda Enyaq1.8412.3084.149
5Audi A6 e-tron1.4541.3372.791
6Mercedes-Benz CLA1.3301.4012.731
7Volkswagen ID.4 (inkl. ID.5)9911.6232.614
8Tesla Model Y1.1191.3402.459
9Mini Electric1.2201.2372.457
10Audi Q6 e-tron1.3581.0512.409
11Cupra Born1.0541.0482.102
12BYD Dolphin Surf8331.2202.053
13Opel Grandland9399751.914
14Audi Q4 e-tron7741.0961.870
15BMW i59018281.729
16BMW iX19617561.717
17Citroën ë-C38118791.690
18Hyundai Inster6949181.612
19Fiat 500 Elektro8046671.471
20Mercedes-Benz EQA7386421.380
21Cupra Tavascan8264621.288
22Volkswagen ID. Buzz5656931.258
23BMW i46745691.243
24Kia EV35756371.212
25Porsche Macan5985191.117
26Opel Corsa Electric4975451.042
27Tesla Model 31628721.034
28Ford Explorer377603980
29Renault R5434543977
30Leapmotor T03327566893

Zur besseren Übersicht listen wir an dieser Stelle nur noch die Top-30-Modelle auf.

Eine Besonderheit sollte noch erwähnt werden: Bei vielen Modellen gibt es neben einer Pkw- auch eine Transporter-Variante. Diese Modelle werden jedoch meist als Lastkraftwagen zugelassen und dementsprechend nicht zu den Pkw-Zulassungen gezählt. Es kann aber durchaus auch möglich sein, dass das eine Exemplar eines Transporters-Modells bei den Pkw- und das andere Exemplar eines Transporter-Modells bei den Lkw-Zulassungen gelandet ist.

kba.de, kba.de (Excel, einzelne Modelle)

15 Kommentare

zu „Elektroauto-Neuzulassungen in Deutschland legen im Februar weiter zu“
Musicman
04.03.2026 um 16:00
Erstaunlich. 78 % der Bevölkerung scheint es Spass zu machen Erdöl aus dubiosen Ländern teuer einzukaufen.
Stephan K.
06.03.2026 um 16:25
Was soll die Polemik? 78% der Autokäufer halten den Verbrenner eben immer noch für die passendere Wahl. Die alle für doof zu halten zeugt von wenig Kritikfähigkeit. Und: Gut ein Fünftel der Weltölproduktion kommt aus den USA. Dubios? Und zudem: 60% der weltweiten Rohöls kommt aus 7 Ländern. 60% der weltweiten Rohstoffe für E-Auto-Batterien kommen aus 1 Land - das man auch für dubios halten kann. Etwas mehr Differenziertheit wäre angeraten.
ErichW
04.03.2026 um 19:39
Stimmt. Aber das ist genauso erstaunlich wie Teile der Bevölkerung Spass daran haben in dubiosen Ländern ihren Luxusurlaub zu verbringen. Wobei, aktuell ist ihnen der Spass etwas vergangen.
Michael
04.03.2026 um 23:33
Nein, immer noch sind BEV nicht attraktiv genug für die meisten. Das liegt sicher auch an der verpfuschten Ladeinfrastruktur. Anstatt auf jeder Autobahnraststätte einen Ladepark zu haben, verstecken wir die Schnellader auf irgendwelchen Hinterhöfen ohne Toilette.
Josef
05.03.2026 um 11:54
EVs sind einfach noch immer zu teuer...der Strompreis ist zunächst sekundär, da wir noch sehr weit davon entfernt sind, dass die Leute die günstig zu Hause laden könnten, auch ein eAuto fahren. Und zu Hause laden, ist bei 95% der Leute wohl das wichtigste über das Jahr.Meine These war und ist...wenn die EVs ca 25% weniger als ein Verbrenner kosten, dann werden die gekauft und keine Sekunde früher.Dänemark ist für mich der Beweise für die These. Hier wurde die brutal hohe Zulassungsteuer von 15 bis 25k gestrichen...Ergebnis im Februar 93% eAutos im Privaten Segment.Am Geldbeutel entscheidet sich der Kauf!
Wolfgang Speckardt
10.03.2026 um 15:37
Aus welchem Grund sollte ein E-Auto weniger kosten dürfen (sie fabulieren von 25% weniger) als ein gleichwertiger Verbrenner? Es reicht doch, dass E-Autos mindestens 25% weniger Unterhaltskosten verursachen, oder? Von Luftverpestung, Lärm, Fahrspaß und Fahrkomfort ganz zu schweigen.
Vernunft
10.03.2026 um 18:28
Ganz einfach: ein BEV besteht aus sehr viel weniger (v.a. beweglichen) Einzelteilen als ein ICE. Würden sie die Entwicklungskosten, Abschreibungen und die Kosten des investierten Kapitals rausrechnen, ist ein BEV (inkl. Batterie) heute schon günstiger in der Herstellung. In China liegt bereits eine Preisparität in allen Segmente vor. In Europa liegt eine Preisparität im Luxussegment vor; in zwei Jahren wird dann auch in Europa das C, B und A-Segment seine Preisparität erreichen. Von da an werden ICE grundsätzlich teurer (verschärfte Emissionsvorschriften) und BEV fortlaufend günstiger (allg. Skalenerträge, tech. Fortschritt bei Batterien). Meine Unterhaltskosten gehen gegen Null. Lediglich Reifen alle 40Tkm und Stromkosten von weniger als einem 1€ auf 100km (abgeschriebene PV mit Überschussladung).
Marcus
05.03.2026 um 09:55
Also inzwischen gibt es auf den meisten Autobahnraststätten Lademöglichkeiten und die großen Ladeparks haben meistens Toiletten und auch sonstige Geschäfte oder Restaurants in der Nähe.
Da
05.03.2026 um 09:28
Das Problem dürfte weniger die Lokalität als der preis für den Strom sein und diese unmöglichen Abo-Fallen.
ErichW
05.03.2026 um 13:32
Das sehe ich auch so.
OutaTime85
05.03.2026 um 09:15
Ich bin mal gespannt wie das im Jahresverlauf weitergeht. Ich erhoffe mir ab April/Mai belastbare Effekte der Förderung, wobei (wie es Michael bereits geschrieben hat) kommt es jetzt echt auf die Rahmenbedingungen an. - Die Förderung hätte es so nicht gebraucht. Lieber hätte man die öffentliche Ladeinfrastruktur und die Preise dessen mit Fördermitteln "angegangen".Solange ein E-Auto für Mieter ohne eigenen Stellplatz nicht attraktiv genug ist, wird sich keine größere Trendwende einstellen. Meines Erachtens müsste jede Wohnstraße, an der Mieter ihre Autos parken (müssen), einfach mit Ladebordsteinen zugepflastert werden. > Baut die Infrastruktur, dann werden sie schon kommen!
OutaSpace
05.03.2026 um 13:36
Infrastruktur ist hinreichend vorhanden und kein Problem. (Wenn Ihre Stadt/Gemeinde nachholbedarf hat, dann bitte dort stressen). Wem nützen günstige Ladepreise (Sekundärproblem), wenn ich mir den Kaufpreis eines Stromers (Primärproblem) nicht leisten kann? Günstige Ladepreise nützen nur wenigen: Bestandsnutzern ohne eigene WallBox/PV. Günstige Anschaffungskosten kommen jedoch ALLEN Menschen zu gute. Primäres Ziel ist es mehr BEV auf die Straße zu bekommen. Zu den Ladepreisen: Ohne Abo finden Sie immer eine Lademöglichkeit für unter 50ct/kWh. Mit Abo oder WallBox immer unter 40ct/kWh. Und wer sich ein E-Auto für 10T€ und mehr leisten kann, wird als Vielfahrer wohl 100€ für ein Jahresabo bei Ionity übrig haben. Ein Netflix-Standard-Abo kostet 168€ p.a.
Stephan K.
06.03.2026 um 16:34
Ein 'vernünftiges' E-Auto ist auch mit Förderung nicht günstig. 'Vernünftig', und da schaue ich stumpf auf die Reichweite, beginnt für mich frühestens bei 400 km. Haushalte mit geringerem Einkommen sollten wie bisher auch gebrauchte Fahrzeuge kaufen - da gibt es mittlerweile auch gute E-Autos. M.E. ist die neue Förderung wieder eine Subventionierung der Wohlhabenderen, die sich auch so ein neues E-Auto leisten könnten. Ich plädiere daher auch für die Förderung der Infrastruktur. M.E. sollten Supermärkte ab einer gewissen Größe gezwungen werden, Ladeinfrastruktur mit z.B. 75-kW-Ladern aufzubauen - und das sollte ordentlich subventioniert werden. Denn da müssen alle Leute regelmäßig hin und stehen typischerweise 20 - 40 Minuten. Dann wäre das Laden gut in den Tagesablauf integriert.
Alhard von Nordenskjöld
05.03.2026 um 11:16
Tja, Thema kWh-Preis. Hier würde ich mir aus der Branche einen deutlich klareren und lauteren Ruf nach Förderung von LIS in MfH wünschen - dort liegen die Preise bei rund 50% im Vergleich zu öffentlichem Laden. Wichtiges Argument für solche LIS ist auch: sie die einzige, die ohne Ausbau der Ortsnetze auskommt, denn sie nutzt vorhandene Hausanschluß-Leistungen mittels Lastmanagement (meist dynamisch). EfH-Siedlungen haben kein solches Lastmanagement und öffentliche Lader erhalten in der Regel einen eigenen neuen! Netzanschluss. Wenn sich also, wie angekündigt, die geplante Förderung für LIS in MfH genau auf die Erhöhung von Hausanschluss-Leistungen beziehen sollte, würde genau dieser Vorteil verspielt - und dafür auch noch Steuergeld aufgewandt. Auch hier sollte eigentlich ein Aufschrei erfolgen ...!
Hans Gnann
05.03.2026 um 11:58
Wieder 46.000 Menschen mehr, die sich wegen der Spritpreis-Achterbahnfahrten keine Gedanken mehr machen müssen :-)

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