Deutschland-Statistik: Januar startet mit starken 22 Prozent Elektro-Anteil

Nach dem markigen Jahresendspurt 2025 liefert auch der Januar bei den E-Auto-Zulassungen ein solides Ergebnis: Zum Jahresanfang hat das Kraftfahrt-Bundesamt in Deutschland 42.692 neue E-Autos registriert – was starken 22 Prozent Marktanteil entspricht.

Kba januar

Im Jahresschnitt 2025 machten die reinen E-Autos (BEV) in Deutschland einen Anteil von 19,1 Prozent am Gesamtmarkt aus. Das zeigt unsere 2025er Bilanz anhand der KBA-Zahlen. Schon im Dezember ging es jedoch hoch auf 22 Prozent E-Auto-Marktanteil – und der Januar macht an dieser Stelle nahtlos weiter. Jedoch saisonal bedingt auf etwas niedrigerem Niveau: Während im vierten Quartal 2025 jeden Monat über 50.000 reine E-Autos neu auf die hiesigen Straßen kamen, sind es im Januar 42.692 BEVs gewesen.

Diese knapp 42.700 E-Autos bedeuten ein Zuwachs von 23,8 Prozent gegenüber Januar 2025 (34.498 Einheiten) und fast eine Verdopplung gegenüber Januar 2024 (22.474 Einheiten). Hier zeigt sich also eine steile Entwicklung, wenn auch beachtet werden muss, dass 2024 nach dem abrupten Ende des damaligen Umweltbonus mit einem Kater begann. Apropos Förderung: Ob die Ankündigung der neuen E-Auto-Prämie des Bundes bereits im Vormonat relevante Zuwächse erzeugt hat, lässt sich schwer abschätzen, ist aber wahrscheinlich. Die wohl erst in ein paar Monaten beantragbare Bundesförderung soll bekanntlich rückwirkend zum 1.1.2026 gelten. Ihr weiterer Einfluss wird sich sicher in den nächsten Statistiken ablesen lassen.

So oder so: Die reinen Stromer haben im Januar auf alle Fälle deutlich stärker zugelegt als der Gesamtmarkt. Über alle Antriebsarten hinweg kamen im September 193.981 Neuwagen in der KBA-Statistik hinzu, -6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Vor allem bei Privat-Neuwagen ging es abwärts – um -14,4 Prozent. Gewerbliche Neuzulassungen blieben hingegen konstant (+2,1 % YoY).

Erwähnenswert ist vor diesem Hintergrund auch die Entwicklung der Plug-in-Hybride, die im Januar 23 Prozent über dem Vorjahresmonat lagen. Mit 21.790 neuen PHEV machen die Teilzeit-Stromer 11,2 Prozent des Neuwagen-Markts aus. Verluste verzeichnen – wie zuletzt stets beobachtbar – hingegen die Verbrenner. Benziner kamen im Januar auf 43.695 Einheiten ( 22,5 % Marktanteil /-29,9 % YoY), Diesel noch auf 27.309 Pkw (14,1 % Marktanteil/ -17,1 % YoY).

Nun könnte man frohlocken, dass Elektro-Pkw den Benzinern dicht auf den Fersen sind. Allerdings sind die Rückgänge bei den reinen Verbrennern nur bedingt aussagekräftig, da sich ein guter Teil der Neuzulassungen auch in das nominell größte Segment der Hybride (79.996 Neuzulassungen, 41,2 Prozent Marktanteil, +3,9 % YoY) verschoben haben dürfte. Als Hybrid zählt das KBA Voll- und Mildhybride, also auch Fahrzeuge, die teilweise nicht einmal kürzeste Strecken rein elektrisch fahren können, aufgrund eines E-Motors im Antriebsstrang aber offiziell als Hybrid gelten.

Der Vollständigkeit halber seien für Januar noch 280 neue flüssiggasbetriebene Pkw (0,1 %/-67,4 %) und zwei Fahrzeuge mit Brennstoffzelle genannt. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Pkw-Neuzulassungen im Januar 2026 sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,9 Prozent auf 102,4 g/km.

Beim Absatz auf Markenebene wird nicht zwischen den Antriebsarten unterschieden, daher zunächst nur Aussagen zu den reinen Elektro-Marken: Unter jenen E-Marken bleibt Tesla mit 1.301 Neuzulassungen im Januar der stärkste Hersteller, jedoch ohne nennenswerte Zuwächse (+1,9% YoY). Dahinter rangiert Smart mit 466 Neuzulassungen (-4,9% YoY). Polestar profitiert hingegen von seiner wachsenden Modellpalette und lag im September mit 532 Neuzulassungen 126 Prozent im Plus. Ein nochmals größeres Wachstum konnte Xpeng mit +248 Prozent verzeichnen – allerdings nur aufgrund der geringeren Ausgangsbasis aus dem Vorjahr. Der chinesische VW-Partner hat
327 Neuzulassungen in der Januar-Statistik stehen. Weitere E-Auto-Marken kamen im Januar nur in den ein- oder zweistelligen Bereich. Da wären etwa 46 Togg, elf Lucid, drei Cadillac Lyriq und ein Nio.

Skoda Elroq überflügelt den VW ID.7

Nun sind auch die Modellzahlen des KBA da: Mit 3.121 Neuzulassungen des Skoda Elroq verbucht Deutschland dabei einen neuen Modell-Spitzenreiter: Das elektrische Kompakt-SUV verbesserte sich im Januar auf einen Marktanteil von gut sieben Prozent unter allen Elektroautos. Mit fast 500 Einheiten Abstand folgt der ID.7, seines Zeichens das beliebteste Elektroautos der Deutschen im Gesamtjahr 2025. Und über viele Monate hinweg nicht von der Pole Position zu verdrängen. Weiter in den Top-3 hält sich zudem der VW ID.3 mit 2.405 Einheiten. Auffällig ist, dass es der ID.4 (inklusive Ableger ID.5) im Januar nicht mehr in die Top-Ten geschafft hat:

RangModellJanuar
1Skoda Elroq3.121
2Volkswagen ID.72.632
3Volkswagen ID.32.405
4Skoda Enyaq1.841
5Audi A6 e-tron1.454
6Audi Q6 e-tron1.358
7Mercedes-Benz CLA1.330
8Mini Electric1.220
9Tesla Model Y1.119
10Cupra Born1.054
11Volkswagen ID.4 (inkl. ID.5)991
12BMW iX1961
13Opel Grandland939
14BMW i5901
15BYD Dolphin Surf833
16Cupra Tavascan826
17Citroën ë-C3811
18Fiat 500 Elektro804
19Audi Q4 e-tron774
20Mercedes-Benz EQA738
21Hyundai Inster694
22BMW i4674
23Porsche Macan598
24Kia EV3575
25Volkswagen ID. Buzz565
26Opel Corsa Electric497
27Hyundai Kona Elektro444
28Renault R5434
29Hyundai Ioniq 5424
30Ford Explorer377

Grundsätzlich zeigt sich aber, dass die Deutschen bei der Beschaffung ihrer Elektroautos nach wie vor dem Volkswagen-Konzern vertrauen, wenn sich auch der Fokus allmählich auf die neueren Baureihen verschiebt. Die ersten sechs Modelle sind jedenfalls allesamt Konzernfahrzeuge. Platz vier vervollständigen insofern der Skoda Enyaq und die Audi-Stromer A6 e-tron und Q6 e-tron. Mit dem Mercedes CLA reiht sich der erste Nicht-Volkswagen auf Platz sieben ein. Das erst 2025 gelaunchte Premierenmodell der MMA-Plattform hat sich inzwischen fest in den Top-Ten etabliert. Ebenso konstant bleibt die Nachfrage beim Mini Electric, der mit 1.220 Neufahrzeugen wieder Platz acht klar macht.

Den Abschluss der Top-Ten bilden das Tesla Model Y mit 1.119 Zulassungen in Deutschland und der Cupra Born mit 1.054 Einheiten. Für Tesla bedeutet Platz neun wieder eine leichte Verbesserung, nachdem das Model Y im Gesamtjahr 2025 auf Rang zwölf zurückgefallen war. Apropos Jahresstatistik: Der BMW X1, den das KBA in 2025 auf einem guten Platz sechs verortete, kam im Januar mit 961 Einheiten nicht unter die ersten Zehn.

kba.de, kba.de (Excel, einzelne Modelle)

12 Kommentare

zu „Deutschland-Statistik: Januar startet mit starken 22 Prozent Elektro-Anteil“
David
04.02.2026 um 17:43
Tja, 12 Monate mit 1301 Zulassungen sind 15.612 Zulassungen. Das wären 3.700 weniger als im verheerenden 2025. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es besser läuft. Die Wagen sind veraltet und das Image ist ruiniert.
Marco.Z
04.02.2026 um 20:40
Im ersten Monat eines jeden Quartals beliefert Tesla vornehmlich die Exportmärkte, daher sind naturgemäß Jan, April, Juli und Okt im Heimatmarkt schwach.
Branchenkenner
05.02.2026 um 00:05
Nein, das ganze Jahr ist schwach, so z.B. im Juni 2025 mit 1304 Zulassungen
Andreas Scholz
04.02.2026 um 20:45
Es wird wirklich interessant, wohin sich der Marktanteil der BEV dieses Jahr entwickelt. Es kommen viele neue Modelle deutscher Autobauer auf den Markt und eine Förderung soll es auch noch geben. Da könnte die erste Ziffer beim Marktanteil am Ende des Jahres vielleicht eine 3 werden (wenn alles gut geht). Ich bin gespannt.Der Start ins Jahr ist ja schon mal gelungen.
Karlchen
05.02.2026 um 03:03
Die Drei, ne ist klar ;) Der Anteil ist nur so hoch weil der Markt insgesamt so schlecht ist. Und Privatkunden kaufen kaum E-Autos.
Andreas Scholz
05.02.2026 um 08:44
Ich würde sagen, wir sprechen uns im Dezember wieder. Mal sehen, wer Recht behält. :-)
Micha
05.02.2026 um 08:30
Halte ich durchaus für realistisch. Die Förderung ist noch gar nicht da (bzw. die Rahmenbedingunen noch unklar) und viele lang erwartete Modelle kommen im Laufe des Jahres erst noch. Das es da von den 22% nochmal deutlich hoch geht, ist eigentlich logisch.
Melvin
05.02.2026 um 07:56
Kompletter Unsinn. Mit der Uhrzeit und schwachem Inhalt aber vermutlich ein Trollkommentar. Dennoch eine kurze Richtigstellung: BEV wachsen in absoluten Zahlen stark gegen den stagnierenden Markt. Eine 3 vorne ist in einzelnen Monaten dieses Jahr durchaus realistisch. Der Anteil privater Käufe speziell an BEV ist mit knapp 36% Jan-Okt 2025 leicht höher als am Neuwagen-Gesamtmarkt mit ca. 34%. Hunderttausende BEV pro Jahr sind mitnichten "kaum" - im Gegenteil: Privatkunden kaufen sogar etwas mehr neue BEV als neue Verbrenner.
Markus
05.02.2026 um 08:59
Was auch daran liegen könnte das der Gebrauchtmarkt noch nicht viele gute E Autos her gibt. Wer will schon den ersten id.3 oder gar einen Leaf. Da wird man ja eh gleich wieder abgeschreckt. Neu dagegen kommen jetzt eben weitaus interessantere Modelle. Und nicht nur Deutsche. Mein persönlicher Favorit wäre der Zeekr 7GT als Familienauto.
Delta
05.02.2026 um 15:55
Wo ist das bitte stark – mein Auto ist übrigens auch dabei? Wir hatten im November 2025 einen E-Autoanteil von 22,3 Prozent und im Dezember von 22,2 Prozent. Nun sind es 22 Prozent, aber auch die absolute Zahl reißt nicht vom Hocker. Wenn die angekündigte, aber noch nicht in Kraft gesetzte Förderung schon greifen würde, wäre das kein positives Zeichen – aber möglicherweise warten Interessierte noch, bis das Angekündigte tatsächlich verfügbar ist. Auf jeden Fall hätte ich mehr erwartet – Wunschdenken –, wage aber nun die weniger euphorische Prognose, dass sich der E-Autoanteil in Deutschland ohne Förderung mittelfristig bei 20 bis 25 Prozent einpendeln dürfte, mit Förderung bei 25 bis 30 Prozent. Für ein zeitnahes Mehr bedürfte es günstigeren Stroms, mehr Ladesäulen in (städtischen) Wohngebieten, weniger anbieterspezifischer Unterschiede an den Säulen und höherer Reichweiten bzw. schnelleren Ladens: der dieses Jahr wieder einmal vorhandene Winter – zumindest die Temperaturen betreffend – wirkt diesbezüglich doch ernüchternd, wie ich feststellen kann (aus 554 Km werden 300 bis 350 Km; mein Vollhybrid benötigt rund 15 Prozent mehr Energie und kommt auf eine Reichweite von 550 Km): Wann sind die Ankündigungen endlich verfügbar?
Edgar K.
11.02.2026 um 14:50
Wo bleibt die Tabelle mit den Top-30, ich hoffe ihr habt sie nicht eingestellt? Bei dem stark steigenden Angebot an BEF-Modellen sind gerade die Neulinge am Markt mit ihren Verkaufszahlen hoch interessant. Die ersten 10 Dickschiffe bieten eher keine Überraschungen man kennt sie ja bereits.
Sebastian Schaal
11.02.2026 um 15:19
Hallo Edgar,ich kann beruhigen: Die Top-30-Tabelle ist nicht abgeschafft worden. Allerdings haben wir in unserem kleinen Team leider mit krankheitsbedingten Ausfällen nicht die üblichen Kapazitäten in der Redaktion. Die Top-30-Tabelle wird schnellstmöglich nachgereicht und in den kommenden Monaten fortgeführt!Viele Grüße Sebastian Schaal

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