Amazon nimmt 75 E-Lkw von Einride in seine US-Flotte auf
Wichtig vorweg: Bei den E-Lkw, die Amazon von Einride nutzen will, handelt es sich nicht um den von Einride selbst entwickelten und autonomen E-Lkw Gen 2 Rigid Large, der mittlerweile eBot heißt, keine Fahrerkabine hat und entsprechend auch kein Lenkrad, Gaspedal oder Bremse. Vielmehr handelt es sich um handelsübliche E-Lkw, die von einem Fahrer gesteuert werden und von einem oder mehreren bekannten Herstellern stammen, die Einride und Amazon bislang noch nicht nennen.
Amazon wird die 75 E-Lkw nicht kaufen, stattdessen mietet es die Trucks von Einride, das wiederum das Flottenmanagement der E-Lkw übernimmt. Dabei kommt Einrides proprietäre Optimierungssoftware Saga AI zum Einsatz, die die Transporte von Amazon steuert und die Ladeplanung übernimmt.
„Die Zusammenarbeit mit Amazon ist eine weitere kraftvolle Bestätigung von Einrides Technologie und strategischer Vision“, sagt Roozbeh Charli, CEO von Einride. „Indem wir unsere intelligente Plattform in einem der weltweit fortschrittlichsten Logistiknetzwerke einsetzen, beschleunigen wir das Wachstum und bauen gleichzeitig branchenführende operative Expertise auf.“
Die Einride-Lkw werden mit dem Mittelstreckennetzwerk von Amazon Relay verknüpft, der Uber-ähnlichen App des Unternehmens für Lkw-Fahrer, mit der sie Amazon-Ladungen buchen und transportieren können und die Amazon 2017
eingeführt hat.
Die Zusammenarbeit mit Amazon ist für Einride ein spannender Neukundengewinn im Vorfeld des geplanten SPAC-Börsengangs durch den Zusammenschluss mit der Zweckgesellschaft Legato. Dadurch will sich Einride ca. 333 Millionen US-Dollar an zusätzlichem Eigenkapital für seine Expansion besorgen.
In Europa arbeitet Einride bereits mit Firmen wie Rewe, Kaufland, Carlsberg oder Heineken zusammen und setzt dabei E-Lkw von Herstellern wie Daimler Truck oder Scania ein. Auch in den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Einride aktiv, z.B. im Hafen von Jebel Ali in Dubai.





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