ÖBB Postbus flottet 35 BZ-Busse ein
Die Fahrzeuge werden innerhalb Kärntens im Unteren Drautal, rund um den Faaker See und Ossiacher See, im Gegendtal, Rosental sowie im Raum Wernberg eingesetzt, wie MCV mitteilt. Bei Manufacturing Commercial Vehicles handelt es sich bekanntlich um einen ägyptischen Hersteller, der in Werken in Ägypten, Singapur und Südafrika lange Zeit vor allem Busse hergestellt hat, die auf Mercedes-Fahrgestellen basieren. Bei dem Vorstoß in die Elektromobilität setzt MCV vor allem auf eine Kooperation mit Volvo Busses, bietet aber auch den eigenen Elektro-Stadtbus C127 EV an.
Für die elektrischen Busse mit Wasserstoff-Brennstoffzelle hat MCV 2025 Aufträge an Ballard für die Brennstoffzellen-Module und Hexagon Purus für die H2-Tanks vergeben. Als Ableger des Batterie-elektrischen Pendants baut MCV mit diesen Komponenten den C127 FC LE, der „die Vorteile des Low-Entry-Konzepts mit einem Wasserstoff-elektrischen Antrieb“ vereinen soll. Während der Batterie-Bus für den Stadtverkehr ausgelegt ist, soll der Wasserstoff-Bus für den Überland-Linienverkehr geeignet sein. Das Wasserstoff-Tanksystem fasst 40 Kilogramm H2, die 100 kW starke Brennstoffzelle wird von einer vergleichsweise großen Batterie mit 117 kWh unterstützt. „Ein kraftvoller Elektromotor sorgt für ein ruhiges Fahrverhalten und zügiges Vorankommen im Überlandbereich mit entsprechenden Reserven am Berg“, so der Hersteller.
Auch das Sitzkonzept wurde für den Überlandverkehr angepasst. ÖBB Postbus hat sich für eine Konfiguration mit 41 Sitz- und 27 Stehplätzen entschieden. „Damit ist der neue C127 FC LE perfekt für den Überlandlinienverkehr ausgelegt, vor allem da, wo der Einsatz einer elektrischen Ladeinfrastruktur schwierig umzusetzen ist oder sehr hohe Reichweiten in Kombination mit langen Einsatzzeiten und kurzen Standzeiten realisiert werden müssen“, preist MCV das neue Modell an. Mit einer Tankfüllung sollen bis zu 400 Kilometer möglich sein.
Aber: Während Ladeinfrastruktur für Batterie-elektrische Fahrzeuge zügig ausgebaut wird, sieht das bei öffentlichen Wasserstoff-Tankstellen zum Teil anders aus. ÖBB Postbus setzt daher als „zentrales Element für den erfolgreichen Einsatz der neuen Busse“ auf eine eigene Wasserstoff-Betriebstankstelle. Diese wurde im Rahmen der Zeremonie der Auslieferung der Fahrzeuge am Postbus‑Standort Villach in Betrieb genommen.
Die Anschaffung der Busse sowie die Errichtung der Tankstelle wurden im Rahmen des Projekts „DeCarB – Decarbonising Carinthian Bus Transport“, einer Initiative des Landes Kärnten, ermöglicht. Das Projekt wird gemeinsam vom Land Kärnten und einem breiten Partnerkonsortium aus Verkehrsverbund Kärnten, Gutmann, Kelag sowie Postbus umgesetzt.
„Was wir hier gemeinsam in einer starken Allianz in Kärnten realisiert haben, ist weit mehr als ein einzelnes Flottenprojekt: Mit der Inbetriebnahme von 35 neuen Wasserstoffbussen zeigen wir, dass emissionsfreie Mobilität auch im Regionalverkehr bereit für den Alltag ist“, sagt Alfred Loidl, Vorstand von ÖBB Postbus. „Dieses Projekt ist ein wichtiger Meilenstein und wegweisend für künftige Vorhaben im öffentlichen Nahverkehr.“
Quelle: Info per E-Mail





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