06.01.2020 - 16:23

Mehrere US-Bundesstaaten verlängern E-Auto-Förderung

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Mehrere Bundesstaaten der USA haben ihre Subventionsprogramme für Elektroautos verlängert oder erweitert. Damit ergänzen sie die nationalen Steuergutschriften, die den Absatz von E-Autos, E-Motorrädern, Brennstoffzellen-Fahrzeugen und Heim-Ladepunkten ankurbeln sollen.

Die Regierung von Massachusetts hat das in dem ostamerikanischen Bundesstaat bestehende Subventionsprogramm bis Ende 2021 verlängert. Batterie-elektrische Fahrzeuge erhalten einen Zuschuss von 2.500 Dollar, Plug-in-Hybride mit mindestens 25 Meilen (rund 40 km) elektrischer Reichweite 1.500 Dollar. Voraussetzung ist jeweils ein Listenpreis von maximal 50.000 Dollar. E-Motorräder werden nicht mehr gefördert. Insgesamt blockt die Regierung für das Programm in 2020 und 2021 jeweils 27 Millionen Dollar.

Der ebenfalls ostamerikanische Bundesstaat Delaware verlängert sein Subventionsprogramm derweil um ein weiteres Jahr bis Ende 2020. Auch hier gibt es 2.500 Dollar für Batterie-elektrische Autos, außerdem 1.000 Dollar für PHEVs. Für beide Antriebsarten gilt dies bis zu einem Listenpreis von 60.000 Dollar. Auch Ladestationen werden mit 75 bis 90 Prozent ihrer Anschaffungskosten gefördert – allerdings nicht länger für Einfamilienhäuser, sondern vor allem im Umfeld von Unternehmen, Organisationen und Wohnanlagen.

In Ohio im Mittleren Westen der USA ist zwischenzeitlich ein von Demokraten und Republikanern gleichermaßen initiierter Gesetzentwurf zur Subventionierung von E-Autos und Ladeinfrastruktur in den Senat eingebracht worden. Wird er Gesetz, würden private E-Autos mit 500 Dollar, gewerblich genutzte Elektroautos mit 1.000 Dollar und Ladestationen mit 1.500 Dollar gefördert. Ob auch Plug-in-Hybride bezuschusst würden, ist noch nicht entschieden. Grundsätzlich wollen die Initiatoren des Gesetzentwurfs die Förderung als Starthilfe für den E-Auto-Absatz verstanden wissen, die nicht permanent, sondern nur maximal fünf Jahre gelten soll.

Und in Kalifornien erhalten schließlich seit dem 1. Januar auch einkommensschwächere Besitzer gebrauchter E-Autos Zufahrt zu den Fahrgemeinschaftsspuren („carpool lanes“). Bisher galt dieses Privileg nur für Fahrer neu gekaufter Elektrofahrzeuge. Der Bundesstaat hatte sein Subventionsprogramm für Elektroautos und Plug-in-Hybride erst zum 3. Dezember 2019 mit einer Reihe von Änderungen versehen. So werden seitdem u.a. Elektroautos nur noch bis zu einem Preis von 60.000 Dollar bezuschusst, Plug-in-Hybride mit einer rein elektrischen Reichweite von weniger als 35 Meilen (56 km) wurden aus der Förderliste gestrichen.

Gleichzeitig ist die kalifornische Prämie von 2.500 auf 2.000 Dollar (reine E-Autos) bzw. von 1.500 auf 1.000 Dollar (Plug-in-Hybride) heruntergefahren worden. Außer für Käufer, die ein niedriges bzw. mittleres Einkommen vorweisen können: Sie bekommen weiterhin die höheren Rabatte von 4.500 für reine Elektroautos bzw. 3.500 Dollar für Plug-in-Hybride gewährt. Die Sonderregelung für einkommensschwächere Käufer gilt in Kalifornien bereits seit 2016. Auch die jetzt novellierte Regel zur Nutzung der Fahrgemeinschaftsspuren schlägt in diese Kerbe.

Auf nationaler Ebene gewährt die Regierung bekanntlich einen Steuerrabatt in Höhe von 7.500 US-Dollar auf Elektroautos. In diesem Kontext wurde jüngst im Kongress ebenfalls ein Gesetzentwurf zur Verlängerung und obendrein zum Ausbau der Obergrenze für die Anzahl subventionsfähiger Fahrzeuge pro Hersteller eingereicht. Hintergrund ist, dass Tesla und GM das Limit von 200.000 voll förderfähigen E-Autos bereits überschritten haben. Inzwischen ist der Gesetzentwurf aber gescheitert. Grund sei der „extreme Widerstand“ des US-Präsidenten, wie die demokratische Senatorin aus Michigan, Debbie Stabenow, kürzlich sagte. Derweil hat die Trump-Administration die Steuergutschriften für Elektro-Motorräder, Brennstoffzellen-Fahrzeuge und die Installation von Heim-Ladepunkten kurz vor Weihnachten verlängert. Die Verlängerung gilt rückwirkend für den Zeitraum ab 2018 und bis Ende 2020.
washingtontimes.com (Massachusetts), delawarepublic.org, news.delaware.gov (beide Delaware), nrdc.org (Ohio), electrek.co (Kalifornien)

 

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06.01.2020 16:06