05.07.2021 - 12:10

HyTrucks: 1.000 H2-Lkw für internationale Hafen-Logistik

Ein von Air Liquide, DATS 24 und den Häfen von Rotterdam, Antwerpen und Duisburg gegründetes Konsortium namens HyTrucks plant den Einsatz von 1.000 H2-Lkw und 25 H2-Tankstellen bis 2025. Das Projekt soll zum emissionsfreien Lkw-Verkehr zwischen den Niederlanden, Belgien und dem Westen Deutschlands beitragen.

Die HyTrucks-Partner bezeichnen ihre Initiative als „eines der größten europäischen Projekte zum Einsatz emissionsfreier Schwerlastflotten in den verkehrsintensivsten Gebieten Europas“. Mit den oben genannten 1.000 Wasserstoff-Lkw sollen jährlich CO2-Emissionen im Umfang von mehr als 100.000 Tonnen eingespart werden. Die 25 geplanten Wasserstoff-Tankstellen werden einer begleitenden Mitteilung zufolge so verteilt werden, dass ein verlässliches Netzwerk zwischen Antwerpen, Rotterdam und Duisburg entsteht.

Bereits im Mai hatte der Hafen Antwerpen präzisiert, dass in Belgien 300 der 1.000 H2-Lkw stationiert sein sollen. Gut möglich also, dass die Initiative dort ihren Anfang nimmt. Zum Anteil in Deutschland und zur genauen Rolle des Duisburger Hafens ist bisher nichts publik. Bekannt ist dagegen, dass HyTrucks als „wichtiges Projekt von gemeinsamem europäischem Interesse“ (IPCEI) gilt und sich somit für eine spezielle Förderung auf verschiedenen Ebenen qualifiziert.

„Wir sind von der zentralen Rolle überzeugt, die Wasserstoff bei der Energiewende spielen wird, insbesondere bei Schwerlastanwendungen“, betont Diederick Luijten, Vice President Hydrogen Energy Europe bei Konsortialpartner Air Liquide. Man sei stolz darauf, seine 50-jährige Expertise in der Wasserstoff-Wertschöpfungskette in das HyTrucks-Projekt einzubringen.

ZF

Als Partner des Konsortiums agiert zudem Hyzon Motors. In einer aktuellen Pressemitteilung geben die US-Amerikaner an, als Lieferant der schweren Wasserstoff-Lkw ausgewählt worden zu sein. „Die Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs ist essenziell, um die globalen Klimaziele zu erreichen (…)“, äußert Hyzon-CEO Craig Knight. „Kooperationen werden bei diesen Bemühungen eine zentrale Rolle spielen und sind der Schlüssel zur weltweiten Skalierung von Wasserstoff-Mobilitätslösungen, daher freuen wir uns, den prominenten Mitgliedern von HyTrucks beizutreten und unsere bewährten emissionsfreien schweren Lkw zu liefern, um Europa dabei zu helfen, bis 2025 1.000 weitere wasserstoffbetriebene Lkw auf die Straße zu bringen.“

Hyzon Motors hatte sich zuvor bereits einem Projekt der niederländischen Provinz Utrecht angeschlossen, das bis 2025 insgesamt 1.800 Wasserstofffahrzeuge und bis zu zehn Wasserstoff-Tankstellen zum Einsatz bringen will. Die Amerikaner sind nach eigenen Angaben darüber hinaus auch Mitglied eines europäischen Konsortiums von Automobilunternehmen, das als gemeinsames Ziel den Einsatz von bis zu 100.000 H2-Trucks ab 2030 plant.
newsroom.portofantwerp.com, hyzonmotors.com

– ANZEIGE –

CoperionCoperion Technologie für kontinuierliche Produktion von Batteriemassen. Zuverlässige Technologielösungen, die eine konstant hohe Produktqualität sicherstellen: Die ZSK Extrusionssysteme, die Komponenten und Dosierer von Coperion und Coperion K-Tron sind speziell für toxische sowie schwer zu handhabende Materialien in kontinuierlichen Produktionsprozessen konzipiert.
www.coperion.com

Stellenanzeigen

Produktmanager eMobility (m/w/d)

Zum Angebot

Ingenieur (w/m/d) Projektmanagement Fahrzeugneubeschaffung Stadtbahn

Zum Angebot

Senior Projektmanager (m/w/d) Mobilitätsmanagement

Zum Angebot

3 Kommentare zu “HyTrucks: 1.000 H2-Lkw für internationale Hafen-Logistik

  1. Hans Herbert

    Kein Wort zur Farbe des Wasserstoffs? – “50-jährige Expertise in der Wasserstoff-Wertschöpfungskette”, wollen die uns auf den Arm nehmen und das Märchen von der Dekarbonisierung durch H2 verbreiten? Ohne Nachweis eines Grün-H2-Konzepts dürfen solche Projekte keine öffentliche Förderung erhalten.

  2. John

    Das gilt aber streng genommen auch für geförderte BEV Projekte.

    • Hans Herbert

      Streng genommen .. gilt es aber unter Seriösen als erwiesen, dass BEV stets grüner sind als die entsprechenden Verbrenner, in der Regel sogar sehr viel grüner. Man muss nur ein realistisches Verbrenn-Szenario ansetzen, inklusive Abfackelung, Förderungs- und Transportunfälle. Es ist entsetzlich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2021/07/05/hytrucks-1-000-h2-lkw-fuer-internationale-hafen-logistik/
05.07.2021 12:45