E-Auto-Boom hält an: März drittstärkster Monat aller Zeiten
Im Jahresschnitt 2025 machten die E-Autos hierzulande einen Anteil von 19,1 Prozent am Gesamtmarkt aus. Das zeigt unsere 2025er Bilanz anhand der Zahlen vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Allerdings erreichten die rein elektrischen Pkw bereits im Dezember einen Marktanteil von 22 Prozent. Nach dem Januar, der ebenfalls auf 22 Prozent kam, knüpfte auch der Februar mit seinen 21,9 Prozent nahezu nahtlos daran an.
Im vergangenen Monat ging es für Elektroautos hierzulande mit einem Anteil von 24 Prozent jedoch nach oben. Für diesen Wert sorgten die 70.663 Neuzulassungen dieser Antriebsart, was einem Anstieg um 66,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (42.521 Exemplare) entspricht. Im Vergleich zum Februar dieses Jahres kamen 24.388 E-Autos mehr neu auf die Straßen.
Ein Grund dafür dürften vor allem die neue Kaufprämie und die damit einhergehenden Rabattaktionen der Hersteller sein. Und das, obwohl für die Kaufprämie noch nicht alle Fragen abschließend geklärt sind und das Antragsportal bislang nicht online ist. Es ist also auch in den kommenden Monaten mit einem deutlichen Wachstum bei den Elektroautos zu rechnen. Die Auswirkungen des Iran-Krieges dürften hingegen in den aktuellen Zahlen noch keine große Rolle spielen, da zwischen Bestellung und Neuzulassungen oft mehrere Wochen und sogar Monate vergehen können.
Doch zurück zu den Daten: Mit dem Plus von 66,2 Prozent haben die Stromer zudem wesentlich stärker zugelegt als der Gesamtmarkt, die damit zu einem klaren Treiber im abgelaufenen Monat zählen. Über alle Antriebsarten hinweg wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im März 294.161 Pkw neu zugelassen, ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Anteil der gewerblichen Zulassungen stieg im März gegenüber dem März 2025 um 13 Prozent und erreichte einen Anteil von 65 Prozent, die privaten Neuzulassungen stiegen um 22,2 Prozent.
Deutlich geringer fiel das Wachstum bei den Plug-in-Hybriden aus, die im März 13 Prozent über dem Vorjahresmonat lagen. Mit 29.996 Neuzulassungen machten die Teilzeitstromer 10,2 Prozent des Neuwagenmarkts aus.
Verluste verzeichneten weiterhin die Verbrenner. Die Benziner kamen im März auf 66.959 Einheiten, die zum Vorjahresmonat ein Minus von 4,9 Prozent hinnehmen mussten. Ihr Marktanteil am Gesamtmarkt lag vergangenen Monat nahezu unverändert zum Februar bei 22,8 Prozent. Hinzu kamen noch 37.664 Diesel-Pkw (12,8 % Marktanteil), für die es im Vergleich zum vergangenen Monat um 0,6 Prozent leicht nach unten ging.
Allerdings sind die Rückgänge bei den reinen Verbrennern nur bedingt aussagekräftig, da sich ein guter Teil der Neuzulassungen auch in das nominell größte Segment der Hybride (87.850 Exemplare, 29,9 % Marktanteil) verschoben haben dürfte. Als Hybrid zählt das KBA Voll- und Mildhybride, also auch Fahrzeuge, die teilweise nicht einmal kürzeste Strecken rein elektrisch fahren können, aufgrund eines E-Motors im Antriebsstrang aber offiziell als Hybrid zählen.
Der Vollständigkeit halber seien für März noch 1.015 neue flüssiggasbetriebene Pkw (0,3 %, -18,9 %) und ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle genannt. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Pkw-Neuzulassungen sank im März 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,9 Prozent auf 100,1 g/km.
Beim Absatz auf Markenebene wird nicht zwischen den Antriebsarten unterschieden, daher zunächst nur ein paar erste Aussagen zu den reinen Elektro-Marken: Tesla verzeichnete mit 9.252 Neuzulassungen ein Plus von 315,1 Prozent und verbesserte seinen Marktanteil auf gut drei Prozent. Der sprunghafte Anstieg gegenüber dem Februar (2.276 Einheiten) dürfte maßgeblich durch den seit Mitte Februar geltenden „Tesla Bonus“ von 3.000 Euro auf die Einstiegsvarianten des Model Y befeuert worden sein: Das Angebot lief ursprünglich zum 31. März aus, was klassische Vorzieheffekte ausgelöst haben dürfte. Die Aktion wurde inzwischen bis Ende April verlängert.
Ein deutliches Wachstum gab es auch bei Smart (695, +189,6 %) und Xpeng (549, +211,9 %). Polestar konnte 27,7 Prozent mehr Neuzulassungen (456 Exemplare) verzeichnen. Einen Zuwachs verbuchten außerdem VinFast (17, +88,9 %) und Lucid Motors (17, +142,9 %). Für Togg (33), Deepal (8) und Zeekr (8) liegen aufgrund fehlender Vorjahreswerte keine Veränderungsraten vor. Ein deutliches Minus stand hingegen für Nio. Der chinesische Hersteller musste mit lediglich zwei Neuzulassungen einen Rückgang von 90,5 Prozent hinnehmen.
Tesla Model Y wieder an der Spitze
Genau 6.841 Tesla Model Y wurden im März in Deutschland neu zugelassen, womit sich der US-Hersteller erstmals wieder nach über einem Jahr den ersten Platz unter den Elektroautos in der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts sichern konnte. Auch das Model 3 meldet sich zurück. Der VW-Konzern ist in den Top Ten aber weiterhin besonders stark vertreten.
Mit Blick auf die ersten drei Monate der Jahreswertung steht allerdings – nach zwei Monatssiegen wenig überraschend – weiterhin der Skoda Elroq an der Spitze. Insgesamt 10.399 Exemplare wurden hierzulande neu zugelassen. Die 6.841 Neuzulassungen des Tesla Model Y katapultierten das Modell auf den dritten Rang. Dahinter musste sich der VW ID.3 (8.158) einreihen.
| Rang | Modell | Januar | Februar | März | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Skoda Elroq | 3.121 | 3.406 | 3.872 | 10.399 |
| 2 | Tesla Model Y | 1.119 | 1.340 | 6.841 | 9.300 |
| 3 | Volkswagen ID.3 | 2.405 | 2.455 | 3.298 | 8.158 |
| 4 | Volkswagen ID.7 | 2.632 | 2.246 | 3.039 | 7.917 |
| 5 | Skoda Enyaq | 1.841 | 2.308 | 3.392 | 7.541 |
| 6 | Volkswagen ID.4 (inkl. ID.5) | 991 | 1.623 | 2.554 | 5.168 |
| 7 | Audi A6 e-tron | 1.454 | 1.337 | 2.208 | 4.999 |
| 8 | Mercedes-Benz CLA | 1.330 | 1.401 | 2.221 | 4.952 |
| 9 | Audi Q6 e-tron | 1.358 | 1.051 | 1.623 | 4.032 |
| 10 | Cupra Born | 1.054 | 1.048 | 1.785 | 3.887 |
| 11 | Mini Electric | 1.220 | 1.237 | 1.241 | 3.698 |
| 12 | Tesla Model 3 | 162 | 872 | 2.356 | 3.390 |
| 13 | BMW iX1 | 961 | 756 | 1.658 | 3.375 |
| 14 | Cupra Tavascan | 826 | 462 | 1.936 | 3.224 |
| 15 | Audi Q4 e-tron | 774 | 1.096 | 1.274 | 3.144 |
| 16 | Hyundai Inster | 694 | 918 | 1.315 | 2.927 |
| 17 | Opel Grandland | 939 | 975 | 973 | 2.887 |
| 18 | Citroën ë-C3 | 811 | 879 | 1.113 | 2.803 |
| 19 | BMW i5 | 901 | 828 | 1.045 | 2.774 |
| 20 | BYD Dolphin Surf | 833 | 1.220 | 409 | 2.462 |
| 21 | BMW i4 | 674 | 569 | 1.039 | 2.282 |
| 22 | Fiat 500 Elektro | 804 | 667 | 768 | 2.239 |
| 23 | Volkswagen ID. Buzz | 565 | 693 | 916 | 2.174 |
| 24 | Mercedes-Benz EQA | 738 | 642 | 624 | 2.004 |
| 25 | Kia EV3 | 575 | 637 | 716 | 1.928 |
| 26 | Opel Corsa Electric | 497 | 545 | 842 | 1.884 |
| 27 | Ford Explorer | 377 | 603 | 897 | 1.877 |
| 28 | Renault R5 | 434 | 543 | 840 | 1.817 |
| 29 | Porsche Macan | 598 | 519 | 494 | 1.611 |
| 30 | Leapmotor T03 | 327 | 566 | 711 | 1.604 |
Zur besseren Übersicht listen wir an dieser Stelle nur noch die Top-30-Modelle auf.
Eine Besonderheit sollte noch erwähnt werden: Bei vielen Modellen gibt es neben einer Pkw- auch eine Transporter-Variante. Diese Modelle werden jedoch meist als Lastkraftwagen zugelassen und dementsprechend nicht zu den Pkw-Zulassungen gezählt. Es kann aber durchaus auch möglich sein, dass das eine Exemplar eines Transporters-Modells bei den Pkw- und das andere Exemplar eines Transporter-Modells bei den Lkw-Zulassungen gelandet ist.





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