Einride und EASE planen Pilotprojekt für autonome Lkw in Ohio
Bei dem eBot handelt es sich um das zuvor als Gen 2 Rigid Large vorgestellte Modell, einen von Einride selbst entwickelten autonomer E-Lkw. Dieser kommt komplett ohne Fahrerkabine aus – die vorhandene Fläche kann also anders als bei einem herkömmlichen Lkw komplett für den Warentransport genutzt werden. Dabei hat der eBot einen Kofferaufbau und wirkt vom optischen Eindruck her deutlich kürzer als z.B. eine Sattelzugmaschine mit Sattelauflieger. Genaue Maße und auch technische Details verrät Einride aber bislang nicht.
Im Zuge des nun angekündigten Pilotprojekts wollen Einride und EASE Logistics den autonomen E-Lkw nun im Praxiseinsatz testen. Dies soll als Erweiterung des Truck Automation Corridor Projects des Ohio Department of Transportation (ODOT) und DriveOhio in Zusammenarbeit mit dem Indiana Department of Transportation (INDOT) geschehen. Das Vorhaben dient dabei der Evaluierung der Auswirkungen autonomer Technologie auf Betriebsabläufe, Sicherheit und Frachteffizienz.
„EASE ist stolz darauf, das Truck Automation Corridor Project gemeinsam mit DriveOhio und innovativen Partnern wie Einride weiter voranzutreiben“, sagte Peter Coratola Jr., Präsident und CEO von EASE. „Einsätze wie dieser tragen dazu bei, den autonomen Lkw-Verkehr von kontrollierten Pilotprojekten in den täglichen Güterverkehr zu überführen, wo Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz im großen Maßstab getestet werden können. Durch die Zusammenarbeit mit führenden Anbietern autonomer Technologien, darunter Einride, in realen Umgebungen beschleunigen wir den Aufbau der Infrastruktur und die operative Einsatzbereitschaft, die für die nächste Generation des Gütertransports erforderlich sind.“
Einride-CEO Roozbeh Charli ergänzt: „Der Einsatz unserer autonomen Lkw im täglichen Logistikbetrieb mit EASE ist das Ergebnis jahrelanger intensiver Entwicklung und Praxiserprobung. Sicherheit ist keine zusätzliche Funktion unserer Technologie, sondern deren Fundament. Unsere Partnerschaft mit EASE und dem Truck Automation Corridor Project beweist, dass autonomer elektrischer Güterverkehr keine Zukunftsvision mehr ist, sondern bereits heute sichere und funktionierende Realität.“
Einride steht aktuell kurz vor einem Börsengang über einen sogenannten SPAC Merger mit der Zweckgesellschaft Legato. Die Transaktion könnte Einride rund 333 Millionen US-Dollar an frischem Eigenkapital bringen. Gegründet wurde Einride vor zehn Jahren mit der Vision, den Güterverkehr zu automatisieren. Doch da es ein langer Weg ist, alle erforderlichen Genehmigungen für einen autonomen E-Lkw zu erhalten, fährt Einride aktuell zweigleisig und verleiht auch von Menschen zu lenkende Lkw in einem „Transport-as-a-Service“-Konzept. Dabei geht es nicht nur um die Lkw-Miete selbst, sondern um ein schlüsselfertiges Gesamtsystem inklusive Flottenmanagement, Ladeinfrastruktur und einer Software-Plattform. Zu den Kunden dieser Lösung zählen u.a. Amazon, Rewe, Kaufland, Carlsberg oder Heineken.





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