Bilanz 2025: Elektroauto-Neuzulassungen auf Rekordhoch

Mit 545.142 Neuzulassungen haben Elektroautos im vergangenen Jahr in Deutschland ein Rekordjahr erreicht. Nach dem Rückgang 2024 legten die Elektro-Pkw damit wie erwartet deutlich zu. Es kamen so viele Stromer wie nie zuvor auf deutsche Straßen.

Volkswagen id7 min
Bild: Volkswagen

Nach dem plötzlichen Förderstopp im Dezember 2023 brachen die Elektroauto-Neuzulassungen 2024 spürbar ein – unter anderem durch vorgezogene Käufe der vorangegangenen Jahresend-Rallye (siehe beispielsweise 54.654 BEV im Dezember 2023 gegenüber 22.464 im Januar 2024) und die Verunsicherung, die die ad-hoc gekappte Förderung Ende 2023 auslöste. In der zweiten Jahreshälfte pendelte sich die Nachfrage dann bei grob 35.000 BEV-Einheiten pro Monat ein.

Auch im vergangenen Jahr war das erste Quartal im Vergleich zum weiteren Jahresverlauf deutlich schwächer. Erst ab März ging es nach oben, ehe der Ferienmonat August für einen erwarteten Einbruch sorgte. Im September legten die Elektroauto-Neuzulassungen dann wieder spürbar zu. Im Oktober wies das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erstmals wieder mehr neue Elektro-Pkw innerhalb eines Monats seit dem Umweltbonus-Aus im Jahr 2023 aus. Diesen Titel musste der zehnte Monat des Jahres jedoch schnell wieder abgeben: Im November legten die Zahlen erneut zu. Insgesamt 55.741 neue E-Autos verzeichnete das KBA.

Diesen Trend konnte der Dezember zwar nicht fortsetzen. Mit 54.774 BEV-Neuzulassungen blieb der letzte Monat des Jahres 2025 leicht hinter dem November zurück. Das könnte jedoch auch daran gelegen haben, dass der Dezember aufgrund der Feiertage deutlich weniger Werktage hatte. Einen Teil dazu beigetragen haben dürfte aber auch die angekündigte Kaufprämie, die mögliche E-Auto-Kunden in eine Warteposition versetzt hat.

Dennoch kamen laut den offiziellen Daten des Kraftfahrt-Bundesamts in Deutschland im vergangenen Jahr 545.142 Elektroautos neu auf die Straßen, ein Plus von 43,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – und damit so viele wie nie zuvor seit Beginn der KBA-Statistik. Die reinen E-Autos erreichten so einen Marktanteil am Gesamtmarkt von 19,1 Prozent. Fast jeder fünfte zugelassene Pkw hatte also einen reinen Elektroantrieb an Bord. Im Jahr 2024 lag der BEV-Anteil noch bei 13,5 Prozent, im Jahr 2023 allerdings schon einmal bei 18,4 Prozent. Wichtig dabei: Der Pkw-Gesamtmarkt in Deutschland hat sich 2025 kaum bewegt (2,9 Millionen Neuwagen, +1,4 % YoY).

Doch auch die teilelektrifizierten Antriebe konnten zulegen. Hybride kamen von Januar bis Dezember 2025 auf insgesamt 816.111 Neuzulassungen und erzielten damit ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ihr Anteil am Gesamtmarkt lag bei 28,6 Prozent.

Das stärkste Wachstum verzeichneten allerdings die Plug-in-Hybride, für die es 2025 um 62,3 Prozent nach oben ging. Mit 311.398 neuen Exemplaren lag ihr Anteil bei 10,9 Prozent. Nachdem ihr Markt 2023 um die Hälfte eingebrochen war – wir erinnern uns, dass die Förderung für Plug-in-Hybride früher auslief als die für BEV – stabilisierte sich die Nachfrage 2024 wieder. Und konnten 2025 noch einmal zulegen.

Schauen wir noch auf den weiteren Antriebsmix in Deutschland: Die reinen Verbrenner verzeichneten deutliche Rückgänge. Die Diesel-Neuzulassungen sanken um 18,3 Prozent. Kamen 2024 noch 483.261 Exemplare neu auf die Straßen, waren es im vergangenen Jahr nur noch 395.022 neue Diesel-Pkw. Ihr Anteil am Gesamtmarkt lag bei 13,8 Prozent. Für die reinen Benziner ging es sogar um 21,6 Prozent nach unten. Die 777.641 Neuzulassungen reichten dennoch für einen Marktanteil von 27,2 Prozent.

Die Rückgänge bei den reinen Verbrennern sind allerdings nur bedingt aussagekräftig, da sich ein guter Teil der Neuzulassungen auch in das nominell größte Segment der Hybride verschoben haben dürfte. Als Hybrid zählt das KBA Voll- und Mildhybride, also auch Fahrzeuge, die teilweise nicht einmal kürzeste Strecken rein elektrisch fahren können, aufgrund eines E-Motors im Antriebsstrang aber offiziell als Hybrid zählen.

Brennstoffzellen-Pkw spielten übrigens weiterhin keine Rolle, im gesamten Jahr wurden lediglich 49 Fahrzeuge neu zugelassen, was einem Rückgang von 69 Prozent entspricht. Im Vorjahr zählte das Kraftfahrt-Bundesamt noch 158 H2-Autos.

VW ID.7 führt Jahreswertung an

Mit 2.934 Neuzulassungen im Dezember belegte der Volkswagen ID.7 Platz eins unter den Elektroautos in der KBA-Statistik und erreichte unter den Elektroautos einen Marktanteil von rund 5,4 Prozent. Damit sicherte sich das Modell im Dezember den ersten Platz in der Elektroauto-Rangliste des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA). Erst mit etwas Abstand folgt der Skoda Elroq, von dem insgesamt 2.895 Exemplare neu auf die Straßen kamen. Knapp dahinter musste sich der VW ID.3 einreihen, von dem das Kraftfahrt-Bundesamt 2.844 neue Exemplare verzeichnete.

Auf Jahressicht konnte der Volkswagen ID.7 seinen Vorsprung weiter ausbauen und seine Spitzenposition verteidigen. Insgesamt 34.563 Neuzulassungen als Limousine und Kombi zählte das Kraftfahrt-Bundesamt im letzten Jahr. Damit war der VW ID.7 das meistzugelassene Elektroauto in Deutschland. Doch auch die anderen beiden Podest-Platzierungen gingen an die Wolfsburger. Neben dem ID.3, der von Januar bis Dezember auf 31.938 Neuzulassungen kam, schaffte es noch das Duo aus ID.4 und ID.5 (26.550) an die Spitze.

RangModellJanuarFebruarMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezemberGesamt
1Volkswagen ID.73.1402.9713.2253.1333.1462.4022.7651.7172.5973.1933.3402.93434.563
2Volkswagen ID.32.0142.0082.1522.9892.9392.5212.9072.3502.9793.0743.1612.84431.938
3Volkswagen ID.4 (inkl. ID.5)2.6782.5072.5932.6292.3102.3552.6821.8141.6522.5221.6621.14626.550
4Skoda Elroq2804531.1322.4022.6902.4372.3811.7312.5653.3203.1402.89525.426
5Skoda Enyaq3.0561.9452.3921.8141.8441.9222.3221.4561.7342.5862.3131.99925.383
6BMW iX16449521.2011.4971.2851.8422.4771.6459451.9251.9402.60418.957
7Cupra Born1.8931.5951.7531.8701.4741.6541.8941.1341.5921.3441.4421.20218.847
8Mini Electric8307208661.0148781.2881.9151.3641.7141.5421.6681.69615.495
9Cupra Tavascan8258971.1001.3261.0608465638991.2961.7791.5921.85314.036
10Audi A6 e-tron577041.1201.4201.6661.0518698698251.2561.8042.13713.778
11Audi Q6 e-tron6677929501.0821.5421.4161.1279706201.1451.5461.71413.571
12Tesla Model Y9791.0351.4286399201.3046376782.2274666621.32812.303
13Audi Q4 e-tron1.0011.6851.2207298387811.0361.16376185095875411.776
14BMW i47749701.1151.0427889361.0277426491.1601.2841.19311.680
15Ford Explorer2845157759528479391.1091.1611.0218651.1651.28010.913
16Fiat 500 Elektro167937131.0455809101.0539281.1639591.4151.52410.550
17BMW i57307937857708037589676476109461.2291.43810.476
18Hyundai Inster4084348381.0431.1221.3251.1718758351.12458430510.064
19Mercedes-Benz EQA6348128707625739471.0048278548168407489.687
20Kia EV33865248069338597049398208268688776639.205
21Volkswagen ID. Buzz3907438809538566827135106698646696358.564
22Renault R53476561.0706864068919165524577796095157.884
23Mercedes-Benz EQB3425606447697247478174564358366693197.318
24Tesla Model 32723687682342815434707541.1732751.0436746.855
25Opel Corsa Electric1694903549226476435684916768155804496.804
26Mercedes-Benz CLA301097631211075578971.3831.9851.5726.741
27Hyundai Ioniq 55065406605935827487395265394603613546.608
28Hyundai Kona Elektro3724826387155245296795535455454894566.527
29Porsche Macan5104576675484914485533366666644734326.245
30MG Motor MG4 Electric320540376859588609440476504402364895.567

Zur besseren Übersicht listen wir an dieser Stelle nur noch die Top-30-Modelle auf.

Eine Besonderheit sollte noch erwähnt werden: Bei vielen Modellen gibt es neben einer Pkw- auch eine Transporter-Variante. Diese Modelle werden jedoch meist als Lastkraftwagen zugelassen und dementsprechend nicht zu den Pkw-Zulassungen gezählt. Es kann aber durchaus auch möglich sein, dass das eine Exemplar eines Transporters-Modells bei den Pkw- und das andere Exemplar eines Transporter-Modells bei den Lkw-Zulassungen gelandet ist.

kba.de, kba.de (Excel, einzelne Modelle)

3 Kommentare

zu „Bilanz 2025: Elektroauto-Neuzulassungen auf Rekordhoch“
Beta
06.01.2026 um 19:34
Glückwunsch VW
erFahrer
07.01.2026 um 09:26
Multipliziert mit rd 1.000 l Treibstoffverbrauch pro Jahr die nicht mehr verbrannt werden, doch eine kräftige Dimension. Ganze Schiffsladung sind das. Und nicht zu vergessen auch entsprechend viele Tanklaster und Züge, die das nicht mehr fahren müssen. Wind und Solar haben einen guten Anteil an der neuen Versorgung. Was für eine Leistung wenn diese Menge am Wochenende bei Sonnenschein lädt. Die wohl 18.000 MW neue Solarstromanlagen sind ebenfalls und nicht nur dafür ans Netz angeschlossen worden. Das alles sind wirtschaftliche Verbesserungen in einer Multimilliarden - Euro -Dimension die nun jahrzehntelang wirkt.
Mark Müller
07.01.2026 um 09:46
Und als willkommener Nebeneffekt drückt das irgendwann Putin, Trump und anderen unappetitlichen Figuren auf den Ölpreis.

Schreiben Sie einen Kommentar zu Beta Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert