Volkswagen meldet 4 Millionen ausgelieferte E-Fahrzeuge
Mit der Auslieferung von nun vier Millionen vollelektrischen Fahrzeugen (BEV) hat der Volkswagen Konzern einen Meilenstein seiner Elektrifizierungsstrategie erreicht. Die Meldung erreicht uns kurz nachdem die Marke VW vor einigen Tagen die Auslieferung ihres zweimillionsten Elektroautos verkündet hat. Mitgezählt haben die Wolfsburger dabei seit 2013, als mit dem VW e-up! das erste rein elektrische Serienfahrzeug des Konzerns eingeführt wurde. 2014 kam dann der VW e-Golf dazu. Ab 2019 folgte schließlich eine markenübergreifende Produktoffensive auf Basis des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB), die zu den bekannten Volumensteigerungen führte.
Als weitere interessante Hintergrundzahlen nennt Volkswagen zudem:
- Bis heute wurden rund drei Millionen Konzern-Fahrzeuge auf Basis des MEB ausgeliefert.
- 2025 gehörte der Konzern weltweit zu den Top 5 BEV-Herstellern
- 2025 war der Konzern in seinem Heimatmarkt Europa klarer BEV-Marktführer mit einem Marktanteil von rund 27 Prozent.
- Binnen zwei Jahren hat der Konzern sein Portfolio umfassend erneuert und rund 60 neue Modelle auf den Markt gebracht. Rund ein Drittel davon hat einen vollelektrischen Antrieb.
- 2026 bringt der Konzern erneut mehr als 20 neue Modelle auf die Straße, rund die Hälfte davon vollelektrisch.
Laut Oliver Blume, CEO Volkswagen Group, unterstreicht sein Unternehmen mit der Marke von vier Millionen BEVs seine Ambition, der globale Technologietreiber der Automobilindustrie zu werden: „Unsere Produktoffensive greift: Weltweit zählen wir zu den Top-5-Herstellern – und verfügen über eines der breitesten vollelektrischen Modellportfolios unserer Branche. Dieses bauen wir mit unserer Electric Urban Car Family im attraktiven Einstiegssegment in diesem Jahr weiter konsequent aus.“ Unter dem Schlagwort Electric Urban Car Family vermarktet Volkswagen bekanntlich seine kommende E-Kleinwagenfamilie, die den Cupra Raval, den VW ID. Polo, den VW ID. Cross und den Skoda Epiq umfasst. Den Anfang macht der Raval mit der geplanten Öffnung der Bestellbücher im ersten Halbjahr 2026. Auch die anderen drei kleinen Stromer sollen noch dieses Jahr folgen. Diese gehören also definitiv zu den für das laufende Jahr angekündigten BEVs.
Oliver Blume betont weiter, dass die Gruppe für die erste Million reine E-Fahrzeuge noch rund zehn Jahre gebraucht habe. „Für die vierte war es nur noch ein Jahr“, so der Konzernchef. „Dieses Momentum werden wir mit unseren begeisternden Produkten und innovativen Technologien weiter beschleunigen.“
Die Konzernmarken bieten aktuell allein im Pkw-Bereich gut 30 reine E-Fahrzeuge aller Klassen an. Hinzu kommen vollelektrische Lkw und Busse der Traton-Marken Scania, MAN, International und Volkswagen Truck & Bus. Gebaut werden die E-Fahrzeuge bei Volkswagen inzwischen an rund 20 Standorten in mehreren europäischen Märkten, in China, in den USA und in Brasilien. Unter den für dieses Jahr angekündigten strombetriebenen Produktanläufen sind nun neben den genannten E-Kleinwagen u.a. auch wichtige neue Elektro-Modelle in China (etwa der Marke AUDI).
Volkswagen betont jedoch vor allem seine Stärken in Europa, die sich auch im jüngsten Jahresbericht widerspiegeln. So sind seit 2013 mit rund 77 Prozent der Großteil der vier Millionen BEVs im Heimatmarkt Europa hergestellt worden. „Hier befinden sich mit Emden, Zwickau, Hannover, Bratislava, Mlada Boleslav, Ingolstadt, Neckarsulm, Leipzig, Zuffenhausen, München und Södertälje elf BEV-Produktionsstandorte. Mit Pamplona und Martorell stehen zwei weitere Standorte in den Startlöchern“, führt das Unternehmen aus . Und: Auch im Stammwerk der Marke Volkswagen in Wolfsburg laufen die Vorbereitungen für den Einstieg in die BEV-Produktion, ebenso im Bentley-Werk im englischen Crewe.
Und China? Im weltgrößten Elektromarkt wurde bisher jedes fünfte BEV des Konzerns gebaut. Dort gibt es die vier Fertigungsstandorte Anting, Foshan, Hefei und Changchun. In den Werken Chattanooga und Tulsa in den USA hat Volkswagen unterdessen rund drei Prozent der bislang ausgelieferten BEVs produziert. In Brasilien ist erst vor kurzem im Werk Sao Paulo die Produktion vollelektrischer Nutzfahrzeuge angelaufen.
So viel zur Produktion, schauen wir uns die Zielländer der abgesetzten BEVs an: 95 Prozent der Elektrofahrzeuge wurden laut der Unternehmensstatistik in den Kernmärkten Europa, China und USA ausgeliefert. Im Einzelnen gingen seit 2013 mehr als zwei von drei rein elektrischen Fahrzeugen an Kunden in Europa (68 Prozent). Weitere 20 Prozent (wie bei der Produktion) der Auslieferungen entfielen auf China und rund acht Prozent der Fahrzeuge ging in die USA. Alle weiteren Märkte zusammen kamen auf fünf Prozent.
Auch differenziert Volkswagen nach seinen Markengruppen: Mit rund 72 Prozent entfiel wenig überraschend die klare Mehrzahl der BEVs auf die im Volumensegment aktive Markengruppe Core. Mit den oben erwähnten rund zwei Millionen Fahrzeugen kam rund die Hälfte aus der Marke Volkswagen Pkw. Es folgen Škoda mit 480.000 Einheiten, Seat/Cupra mit 230.000 Einheiten und Volkswagen Nutzfahrzeuge mit 140.000 Einheiten.
Die Markengruppe Progressive steuerte rund 22 Prozent aller BEVs bei. Dabei handelt es sich konkret um 870.000 Audi-Modelle im Premiumsegment. Rund sechs Prozent der reinen E-Fahrzeuge wurden ferner in der Markengruppe Sport Luxury ausgeliefert. Dies waren 250.000 Porsche-Fahrzeuge, die die Sportwagenmarke an ihre Kunden übergab. Die Markengruppe Trucks stand schließlich für insgesamt rund 0,3 Prozent der BEV-Auslieferungen, das entspricht rund 11.000 Fahrzeugen.
Beliebtestes Fahrzeugsegment bei den BEVs war mit einem Anteil von rund 70 Prozent die Kompaktklasse. Dazu gehören etwa Fahrzeuge in der Größe der VW-Modelle ID.3 und ID.4, des Škoda Enyaq, des Cupra Born und des Audi Q4 e-tron. Und: Bei den Aufbauarten lagen laut den Firmenstatistiken Fahrzeuge mit einer SUV- oder Crossover-Silhouette ganz oben in der Käufergunst. Mehr als jedes zweite BEV fiel in diese Kategorie.
Die folgende Liste zeigt eine Übersicht der zehn beliebtesten BEVs der Volkswagen Group seit Beginn der Elektro-Ära bei dem Unternehmen. Diese Top-10 bilden zusammen mehr als 80 Prozent der bisherigen Auslieferungen der Gruppe:
| Modell | Absatz seit Einführung |
|---|---|
| VW ID.4/ID.5 | 901.000 |
| VW ID.3 | 628.000 |
| Audi Q4 e-tron (inkl. Sportback) | 387.000 |
| Škoda Enyaq (inkl. Coupé) | 352.000 |
| Audi e-tron/Q8 e-tron (inkl. Sportback) | 255.000 |
| Porsche Taycan (inkl. Turismo) | 177.000 |
| Cupra Born | 172.000 |
| VW e-Golf | 152.000 |
| VW ID. Buzz (inkl. Cargo) | 132.000 |
| VW ID.7 (inkl. Tourer) | 132.000 |
Quelle: Volkswagen Group
Einen detaillierten Überblick zu den beliebtesten E-Fahrzeugen und den Absatzregionen 2025 lieferte Volkswagen übrigens in einer jüngst veröffentlichten Übersicht. Demnach lieferte der Konzern allein vergangenes Jahr weltweit 983.100 E-Fahrzeuge aus, fast ein Drittel mehr als 2024. In Europa ging es sogar um 66 Prozent nach oben, in China dagegen um 44 Prozent abwärts. Bei den Pkw-Marken stach vor allem Skoda heraus.





8 Kommentare