Uber will bis 2040 weltweit auf E-Antriebe umsteigen

Der Fahrdienst-Vermittler Uber verspricht, dass bis zum Jahr 2040 weltweit alle über seine Plattform gebuchten Fahrten mit Elektrofahrzeugen bzw. Mikromobilitäts-Angeboten wie E-Scooter oder Mietfahrrädern zurückgelegt werden. In den USA, Kanada und Europa soll das Ziel schon 2030 erreicht werden.

Uber werde 800 Millionen US-Dollar bereitstellen, um Hunderttausenden von Fahrern bis 2025 den Übergang zu Elektrofahrzeugen zu erleichtern, teilt das Unternehmen jetzt mit. Das umfasst auch Rabatte für E-Fahrzeuge, die von Partner-Herstellern gekauft oder geleast werden. Um Fahrern attraktive Angebote für Elektrofahrzeuge anzubieten, hat Uber bereits zwei Partnerschaften mit Autoherstellern geschlossen: Mit General Motors für die USA und Kanada sowie der Renault-Nissan-Allianz für europäische Städte in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Portugal.

Über die 800 Millionen Dollar sollen nicht nur die Fahrzeugrabatte für die Fahrer finanziert werden, sondern auch ein Fahrpreiszuschlag für Elektro- und Hybdridfahrzeuge. Damit sollen sich die eventuellen Mehrkosten für die Fahrer rechnen. Uber will die Kosten aber auch über eine Mehrgebühr für die Kunden querfinanzieren – zumindest solche, die eine „grüne Fahrt“ über die Plattform anfragen. Das „Uber Green“ genannte Angebot wird derzeit in 15 Städten in Nordamerika getestet, bis Ende des Jahres soll der Dienst in 65 Städten weltweit angeboten werden.

In Europa soll „Uber Green“ in Verbindung mit der Renault-Nissan-Kooperation starten – also vorerst in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Portugal. Die Städte in diesen Ländern machen angeblich rund 80 Prozent des europäischen Geschäfts des Fahrtenvermittlers aus.

In einer Mitteilung von Renault-Nissan ist aber auch noch von „anderen Märkten“ die Rede. Zunächst solle bis Ende 2020 das britische Modell, wo Uber 2.000 Nissan Leaf für London bestellt hat, auf Frankreich ausgeweitet werden, später dann die Niederlande, Portugal und die erwähnten „weiteren Märkte“ hinzukommen. Geplant seien zudem gemeinsame Marketing- und Schulungsmaßnahmen mit Testfahrten, um den Uber-Partnerfahrern die Angebote und Vorteile von Elektrofahrzeugen näher zu bringen.

Während die genauen Konditionen für Uber-Fahrer bei Renault-Nissan nicht bekannt sind, gibt General Motors an, den Uber-Fahrern den selben Nachlass wie den eigenen Mitarbeitern zu gewähren. Derzeit soll das Angebot aber nur den Chevrolet Bolt EV umfassen. Auf entsprechendes Zubehör, etwa eine Wallbox, sollen Uber-Fahrer 20 Prozent Rabatt bei GM erhalten. In puncto Ladeinfrastruktur kooperiert Uber zudem mit BP, EVgo, Enel X, EDF und Power Dot.

Noch ist der Elektro-Anteil bei Uber ausbaufähig. Vor der Covid-19-Pandemie wurden in den USA und Kanada nur 0,15 Prozent aller gefahrenen Meilen elektrisch zurückgelegt.
reuters.com, techcrunch.com, uber.com, nissannews.com, gm.com

2 Kommentare

zu „Uber will bis 2040 weltweit auf E-Antriebe umsteigen“
mike
10.09.2020 um 07:48
eigentlich logisch, 2040 werden die Emissionsgrenzwerte für CO2, NOx, Ruß bei 0 liegen.
400Gon
10.09.2020 um 12:10
Mit welchen Autos sollte das Geschäftsmodell 2040 denn sonst betrieben werden? Oldtimer mit H Kennzeichen?!

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