Deutschland holt bei der Elektro-Innovationsstärke massiv auf

Das Center of Automotive Management (CAM) hat für den Electromobility Report 2026 Markt- und Innovationstrends der globalen Autohersteller im Bereich Elektromobilität ausgewertet. Wie schon beim letzten Ranking im Januar hatten dabei Geely, der VW-Konzern und BYD die Nase vorn. Wirklich bemerkenswert ist aber, was sich beim Länderranking tut.

Porsche cayenne electric e4 weltpremiere
Neuer Porsche Cayenne Electric

Das Center of Automotive Management (CAM) aus Bergisch Gladbach trackt für seine Studien seit Jahren die Innovationen der weltweit aktiven Autohersteller. Nachdem das CAM erst vor wenigen Tagen die 22. Ausgabe seiner Studienreihe „Automotive Innovations“ zu Neuerungen von Fahrzeugen aller Antriebsarten vorgestellt und dabei BYD vorn gesehen hatte, folgt nun ein weiterer „Electromobility Report“ speziell nur zu Innovationen in der Elektromobilität. Dabei stehen – wie schon bei der letzten Ausgabe im Januar – die Hersteller Geely, VW und BYD auf dem Treppchen.

Für das Ranking wurde die Innovationsstärke der 35 wichtigsten Automobilgruppen weltweit im Bereich vollelektrische Autos untersucht. Im Zeitraum 2020 bis 2025 konnten dabei 874 Serien-Innovationen identifiziert und bewertet werden, davon stammten allein 162 Neuerungen aus dem Jahr 2025. Dabei unterscheidet das CAM auch nach den Kategorien „Reichweite“, „Ladeleistung“ und „Verbrauch“ sowie „E-Auto-Ökosystem“ und bewertet die Innovationen mit Indexpunkten. 

Angeführt wird das Ranking von der chinesischen Geely-Gruppe mit Marken wie Lotus, Polestar, Volvo oder Zeekr mit einem Gesamtwert von 209 Indexpunkten (IP). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich Geely damit um einen Platz verbessert, lag aber wie oben erwähnt schon im Januar vorn, als das CAM eine Zwischenauswertung der Innovationen von 2020 bis zum ersten Halbjahr 2025 vorgenommen hatte.

Die Silbermedaille geht an die VW Group (200 IP) und Bronze an BYD (171 IP). Die Top 10 werden von der SAIC-Gruppe (u.a. MG Motor), BMW, Tesla, Mercedes-Benz, Hyundai, Renault sowie General Motors komplettiert. 

Cam emobility innovationskraft ranking
CAM-Ranking zur Innovationskraft bei E-Autos
Grafik: CAM

Neben dem bloßen Ranking ist interessant, welche Neuerungen die Automobilforscher für besonders innovativ halten. So punkte Geely nicht allein durch seine große Modellvielfalt, sondern auch durch technische Spitzenwerte einzelner Baureihen: So erreicht der Lotus Emeya eine Rekord-Ladeleistung von 450 kW in seinem Segment, während der Zeekr Mix mit 450 kW und einem Ladevorgang von 10 auf 80 % in nur 10,5 Minuten ebenfalls Bestwerte setzt.

Die zweitplatzierte VW Group präsentiert mit dem Porsche Cayenne Electric ein strukturell integriertes 113-kWh-Batteriesystem, das die Karosseriesteifigkeit erhöht, den Schwerpunkt absenkt und weniger Energie benötigt – zudem stellt die Turbo-Variante mit 850 kW und 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h den stärksten Großserien-SUV im Segment dar.

Und BYD überzeugte das CAM-Team durch ein besonders breites Innovationsportfolio: Der Han L kombiniert 1.000-kW-Dual-Gun-Laden, eine weiterentwickelte Blade-Batterie 2.0 mit Tieftemperaturladen bei –30 °C sowie einen Hochleistungsmotor mit 30.511 U/min – und auch der Tang L sowie der Yangwang U7 setzen mit bis zu 1.000 kW bzw. 500 kW Ladeleistung Maßstäbe in ihren Segmenten. 

Zu den großen Aufsteigern zählt BMW, das im Jahresvergleich vom 10. auf den 5. Platz hochgeklettert ist. Das liegt vor allem am ersten Fahrzeug der Neuen Klasse, dem BMW iX3, der eine elektrische Reichweite von bis zu 805 km bietet. Ergänzt wird dies durch eine KI-gestützte, automatisch öffnende Ladeklappe sowie das Angebot Plug & Charge Multi Contract mit bis zu zehn gleichzeitig verwaltbaren Ladeverträgen. 

Auffällig aus Sicht von Prof. Dr. Stefan Bratzel und seinen Mitstreitern ist der Absturz von Hersteller Tesla, der als Pionier der E-Mobilität jahrelang das Ranking angeführt hatte und nun nicht nur erstmals aus den Top 3 herausgefallen ist, sondern sogar nur auf dem 6. Platz gelandet ist. Das dürfte daran liegen, dass Tesla schon seit langem kein neues Serienmodell mehr vorgestellt hat.

Cam innovationskraft emobility laendervergleich
Länderranking der Innovationskraft bei E-Autos
Grafik: CAM

Dagegen haben die erwähnten Hersteller aus China und Deutschland die Taktung bei E-Autos zuletzt weiter erhöht, was sich in den guten Platzierungen widerspiegelt. Macht man einen Ländervergleich, so sieht man dies in den Zahlen: Der Anteil der chinesischen OEMs an allen vergebenen Innovationspunkten liegt bei 32,4 Prozent gefolgt von Deutschland mit 31,9 Prozent. In den Vorjahren konnten die deutschen OEMs nur gut 20 Prozent der Elektro-Innovationsstärke für sich reklamieren, während China bei über 40 Prozent lag. 

Studienleiter Stefan Bratzel sagt: „Deutschland holt bei der Elektro-Innovationsstärke massiv auf: Mit einem Anteil von knapp 32 Prozent an der globalen Elektroinnovationsstärke liegen die deutschen OEMs inzwischen nahezu gleichauf mit chinesischen Herstellern – noch vor wenigen Jahren war der Abstand deutlich größer. BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz weisen aktuell die höchste Innovationsstärke bei Vorserien-Neuerungen auf. Das stimmt mich für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie im BEV-Segment optimistisch.“ 

Die Innovationsstärke der Hersteller bei Elektroautos spiegelt sich größtenteils auch in den Absatzzahlen der Firmen wider. Im ersten Quartal 2026 hatte Tesla – nach einem schwachen Gesamtjahr 2025 – die Nase bei den weltweiten E-Auto-Zulassungen wieder vorn, gefolgt von BYD, Geely, der VW Group und dem SAIC-Konzern.

Quelle: per Mail

30 Kommentare

zu „Deutschland holt bei der Elektro-Innovationsstärke massiv auf“
Werner
12.05.2026 um 11:54
Leider kennen viele die Innovationskraft der deutschen Hersteller nicht oder ignorieren sie absichtlich damit das Narrativ passt. Sieht man in vielen Kommentaren und selbst bei Auto-Youtubern (keine Auto-Journalisten) so
John
15.05.2026 um 15:41
Innovationsstark schon. Aber nicht in D entwickelt. FAS/AD kommt z.B. zukünftig aus CN. Dem Arbeitnehmer hilft das nichts wenn die Wertschöpfungskette einer top Innovation in CN ist.
Bernd
12.05.2026 um 21:43
Richtig, und die zwei Möchtegern-Experten bestätigen die Annahme vortrefflich. Die deutsche Autoindustrie baut aktuell die besten Gesamtprodukte was E-Autos angeht, chinesische Fahrzeuge sind in einzelenden Feldern vorne. Hinter den deutschen und chinesischen Herstellern kommt lange nichts. Trotzdem scheinen einige bei der Kaufentscheidung und eben auch bei der Weltsicht davon nichts wissen zu wollen. Wie kann man sich diese faktenfremde Beeinflussung erklären wenn nicht durch soziale Medien und Foren? Ist sehr schade und fraglich ist ob diese Gruppen die Fakten das deutsche Hersteller und E-Autos mit die besten auf dem Markt sind jemals annehmen werden
Frank H
13.05.2026 um 16:46
Der Privatmensch stimmt mit dem Geldbeutel ab. Dabei gilt nicht je billiger je besser. Preiswert ist das Stichwort. Teuer und Toll kann wirklich jeder, aber preiswert und gut ist die Königsdisziplin. Es ist auch nicht meine erste Frage beim Autohändler welche Zeit das Fahrzeug auf der Nordschleife benötigte. Auch, ob der in 20 oder 30 Minuten wieder geladen ist, kann doch wirklich nur einen Vertreter der 200.000 Km im Jahr fährt interessieren. Ich lade mein Fahrzeug über Nacht für den täglichen Gebrauch. Im Urlaub ist der Weg das Ziel. Kein klassischer deutscher Hersteller kommt damit in die engere Auswahl.
Serkan
13.05.2026 um 14:08
Schreibt ausgerechnet der Möchtegern-"Auto"-Journalist an seine zweite Sockenpuppe (seiner selbst !), dessen Arbeitsplatz finanziell indirekt von den Anzeigengeldern der deutschen Automobilindustrie abhängt. Sieht so etwa unabhängiger, ehrlicher oder vorurteilsfreier Journalismus aus? Unabhängiger, vorurteilsfreier Journalismus hängt nicht an den Tropfen der Werbemillionen der Autoindustrie. Sind "Auto"-Journalisten eigentlich nur Menschen, die "auto"-matisch Pressemitteilungen der Autolobby paraphrasieren und redigieren, statt selbst nachzudenken und kritisch zu hinterfragen? Journalismus bedeutet nicht, als willfähriger Lakaie die Pressemitteilungen abzudrucken und gedankenlos die Narrative der deutschen Automobilindustrie zu verbreiten. Wie bereits weiter unten geschrieben: Ein Blick in die internationale Presse zeigt deutlich, dass der deutsche "Auto"-Journalismus in seiner eigenen, selbstgebauten Blase lebt. ... Zu den Auto-Youtubern: Fast alle sind frei in ihren Entscheidungen, frei von direkter finanzieller Abhängigkeit durch die deutsche Autolobby. Fast alle behandeln alle Marken aus allen Ländern, versuchen vorurteilsfrei zu berichten und genau das kommt beim Publikum sehr viel besser an, als das paraphrasierte Abdrucken von Pressemitteilungen. Wer sich in Print(online)medien über Autos informiert, kann davon ausgehen, dass diese Medien finanziell abhängig von ihren Anzeigenkunden (=Automobilhersteller) sind. Wer hingegen auf Social Media, vor allem auf Youtube, schaut, sieht sofort, ob das, was die Person im Video sagt, bezahlter Content ist oder nicht. Das macht die Inhalte viel authentischer, glaubwürdiger und transparenter, im Gegensatz zu dem abhängigen "Auto"-Journalismus der Printmedien, dessen Lakaien sich überdies noch in Kommentarspalten austoben, um andere Menschen zu diskreditieren. Pfui!
Battie
12.05.2026 um 20:26
Stichwort Autojournalisten: in der Autozeitung wurden Tesla Model 3 und VW ID7 in einem Vergleichstest den üblichen Messfahrten unterzogen. Resultat: Testverbrauch auf 100 km 14,3 kWh bei M3, 20 kWh für ID7. Dazu hatte der Tesla die bessere Beschleunigung, eine um 120 km höhere Reichweite und ist sage und schreibe nahezu 20 000 Euro günstiger als der VW, der mit über 8000 Euro Sonderausstattung antrat, während Tesla ein M3 zum Grundpreis schickte. Bei derart, vor allem beim Verbrauch, krassem Vorsprung von Tesla, mag sich die Frage nach der Elektro-Innovationskraft auch mal von selbst beantworten, denke ich. Gut gut, in Zukunft soll das bei VW ja alles besser werden - by now ist es zumindest nicht abzusehen, falls Tesla nicht komplett einschläft, wozu es für mich keine Anzeichen gibt.
MWF
13.05.2026 um 07:27
100%
Simon
13.05.2026 um 07:00
Ein Model 3 kann man mit dem ID.7 nicht vergleichen. Keiner vergleicht einen 3er BMW gegen einen 5er. Kapiert ihr endlich mal das es verschiedene Fahrzeugklassen gibt.
Bernd
13.05.2026 um 02:22
Sorry, erstens sind die Autos in unterschiedlichen Klassen, der ID.7 hat viel mehr Komfort und Platzangebot, aber viel wichtiger ist das Teslas erhöhte Ladeverluste haben, der Fahrverbrauch interessiert nicht sondern was ich nachladen muss und dann sind Tesla und VW gleichauf. Und Effizienz ist völlig unnötig heutzutage, alle neuen E-Autos sind effizient genug, die Unterschiede machen nur paar Euro im Jahr aus. Innovationen passieren auf vielen unterschiedlichen Feldern und deutsche Hersteller und chinesische Hersteller sind auf allen Gebieten gut
Battie
13.05.2026 um 20:48
Übliche Messfahrten heißt in der Regel: die Ladeverluste sind im Testverbrauch enthalten.
EP
12.05.2026 um 20:01
Lucid - effizientes E-Auto, ein von entwickeltsten Antrieben - letzter Platz. ID von WV bis Neo - Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Preis - überhaupt nicht gut. Software - katastrophal. Audi e-tron Modelle - Verbrauch ist so hoch - kaum zu glauben… Vielleicht sind die deutsche Hersteller innovativer geworden. Aber den Tesla erst nach 13 Jahren zu überholen ist lächerlich. Innovativ bei hoch effizienten Verbrennen werden sie bestimmt. P.S. DE Hersteller können innovativ sein und Führung übernehmen, bis dato war die Motivation dafür sehr niedrig.
Steven B.
13.05.2026 um 08:07
Die Absatzzahlen erreicht man nicht am Anfnag mit einer völlig neuen Technologie - erst wenn die Technik in die Breite gestreut wird, können auch gewisse Absätze generiert werden. Nur weil Tesla früh am Markt war, mit einem wirklich guten Portfolio, heisst das lange nicht, dass andere zwar spät skallieren, aber am Ende wohl doch die Nase vorn haben werden. Breites Angebot an Modellen, solide Technik und Innovationen die der Zeit entsprechen, hinterlassen bei Neukunden einfach einen starken Eindruck und liefern Argumente die dann auch messbar werden. Hier hat Tesla einfach zu wenig, um auf lange Sicht den Markt zu beherrschen, wie sie ihn zum Anfang dominiert haben. Jetzt werden die grossen Brötchen gebacken und Tesla vergnügt sich nur noch mit Brössel...
ChriBri
13.05.2026 um 13:29
Tesla SFSD, welches in Europaweit ausgerollt wird, ist keine Innovation für Sie? Schwach!
Simon
13.05.2026 um 07:04
Der ID.Neo hat ein Android Betriebssystem, effiziente Motoren und einen riesigen Akku. Wo ist der Verbrauch bei den neuen e-tron Modellen so hoch? Lucid hat zwei Modelle, sehe da wenig Innovation.
Serkan
12.05.2026 um 18:20
Leider unterliegt das CAM einem massiven Homebias und ist nur begrenzt über den Weg zu trauen. Dort wird auf Fachhochschulniveau evaluiert und nicht auf einem Niveau von universitärer + internationaler Forschungseinrichtungen wie Fraunhofer, Helmholtz oder KIT. Die deutsche Presse ignoriert das natürlich mit voller Absicht. Automobiljournalisten setzen sich mit der Realität in Asien nicht gewissenhaft auseinander. Die Innovationskraft deutscher Automobilhersteller in Deutschland ist deutlich schwächer als die chinesischer Hersteller direkt in China. Der Wille zur Zielerreichung beim Klimaschutz in China ist so brutal hoch, dass man über die Boni-Pappnasen in deutschen Vorstandsetagen nur lachen kann. Die deutsche Automobilindustrie kontrolliert permanent das öffentliche Narrativ in Deutschland mittels ihrer willfährigen Lakaien in deutschen Verlagshäusern. Wer sich mittels internationaler (nicht deutscher!) Presse informiert und vor allem die Entwicklungen in China wirklich verfolgt, weiß längst: Deutschland wurde technologisch in vielen zentralen Industriebereichen vollkommen abgehängt. Dieser Abstand wächst täglich! Die deutsche Presse schweigt sich darüber aus, und recycelt fortlaufend die weichgespülten Narrative aus deutschen Vorstandsetagen. Ungeliebte "Auto"-Journalisten, wacht endlich aus eurem Tiefschlaf auf!!
MWF
13.05.2026 um 07:38
100%
Markus
12.05.2026 um 21:57
„ Der Wille zur Zielerreichung beim Klimaschutz in China ist so brutal hoch“Das glauben Sie doch selbst nicht. China macht diese Energiewende aus wirtschaftlichen und Sicherheitspolitischen Gründen. Das Klima interessiert die Regierung in China nicht im geringsten. Die Kohleverstromung ist trotz des Anstiegs der Erneuerbaren auch im Jahr 2025 weiter gestiegen. China ist größter CO2 Produzent der Welt wegen des Kohlestroms. Und auch die Klimaziele werden ähnlich zum Rest der Welt abgeschwächt und verschoben.
Klimaschutz in China
13.05.2026 um 13:25
Kohlekraftwerke sind in China Stand 2026 nur noch Reserve! In China hat Klima- und Umweltschutz mittlerweile ein höheren Stellenwert als in Europa! Für Einblicke hinter die Kulissen empfehle ich die drei aktuellen Ausgaben vom Batterie-Podcast "Geladen" welcher vom Exzellenzcluster POLiS, der Forschungsplattform CELEST und dem Helmholtz-Institut Ulm (HIU) produziert wird. Link zur letzten Ausgabe: https://geladen.podigee.io/239-energiepolitik-hormuz
Markus
14.05.2026 um 18:49
Ich höre diesen Podcast seit langem, er ist sehr empfehlenswert. Aber dennoch: die chinesische Regierung. schützt die Umwelt weil es wirtschaftlich sinnvoll ist und nicht weil sie der ganzen Welt wohltaten bringen wollen. Dennoch ist Klimaschutz natürlich richtig und wichtig
Markus
15.05.2026 um 08:19
Das man dort drauf kam das es (unter anderem) wirtschaftlich sinnvoll ist und daher durchzieht und bei uns eben nicht, das ist das traurige dabei...
rg
12.05.2026 um 18:09
Ja, das stimmt, aber ich würde die Innovationskraft, so, wie sie hier gemessen wird, auch nicht überbewerten. Jedenfalls nicht, wenn es darum geht, wie erfolgreich ein Hersteller mit seinen Produkten wirklich ist. VW beispielsweise hatte nie den Ruf, besonders innovativ zu sein. Sie haben es aber mit ihrer Methode doch geschafft, zu überleben, während andere verschwunden sind oder übernommen wurden. Am Ende zählt vielleicht nicht so sehr die großartige Innovation, sondern das stimmige Gesamtpaket für den Kunden zu einem passenden Preis.
Manfred Weis
12.05.2026 um 19:06
Viele Menschen in meinem Bekanntenkreis warten immer noch auf das Wasserstoffauto. Es gibt kein klares Signal, dass die E-Mobiität schon ohne alternative dasteht. Den Mitbürgern mit Technologieoffenheit noch Hoffnung auf E-Fuels oder sogar Verbrenneraus zu machen ist unverantwortlich.
Markus
15.05.2026 um 08:21
Ja, so Leute kenn ich auch auch. Da wird auch weiter die "Umweltsauerei Lithiumabbau" gestreut und was weis ich noch alles an alten Viechern die man durchs Dorf treiben kann... Deutschland...
BEVdev
12.05.2026 um 22:14
„ Ergänzt wird dies durch eine KI-gestützte, automatisch öffnende Ladeklappe“Wow. Ne Ladeklappe mit KI. Was ist die nächste große Innovation? Ein KI-gesteuerter Warnblinker?
Heinz
13.05.2026 um 07:13
Kein einziger Japaner dabei weder Mazda, Honda, Suzuki, Nissan, Daihatsu, Subaru noch Toyota. Der japanischen Regierung sollte der A**** auf Grundeis gehen.
MWF
13.05.2026 um 07:43
Enttäuschende Untersuchung vom CAM. Es geht heute nicht mehr um größer, schneller, weiter. Es geht um die smarte Software die das Auto in den Alltag vollumfänglich integriert und es geht um autonomes Fahren.
Paul-Gerhard Fenzlein
13.05.2026 um 10:54
Die aktuelle Rangliste der technologischen Innovationsführer bedarf einer kritischen Einordnung. Es scheint, als würden hier Autobauer aufgrund ihrer bloßen Marktpräsenz und schieren Größe bevorzugt, während kleinere, aber technologisch deutlich innovativere Player unterbewertet werden. Einige Punkte zur technischen Realität, die in der Bewertung oft zu kurz kommen: • Ladetechnologie & Architektur: 450 kW Ladeleistung und 800V-Systeme werden oft als Spitze gefeiert, sind im Vergleich zum aktuellen Stand der Technik jedoch eher Mittelmaß – insbesondere, wenn sie nur in der absoluten Oberklasse verbaut werden. Zum Vergleich: Lucid hat bereits 2024 ein 925V-System in Serie gebracht. Und NIOs BEV mit der NT 3.0 Plattform können mit bis zu 600 KW laden. Und das nicht nru die Top-Modelle, auch die mittelpreisigen ONVO Modelle- • Demokratisierung von High-Tech: Während etablierte OEMs wie VW oder die Geely-Gruppe (mit Lotus/Polestar) gute Autos bauen, findet die wahre Innovation bei der Skalierung statt. NIO führt mit der NT 3.0 Hardware-Plattform mittlerweile 900V- bzw. 925V-Systeme konsequent in der Mittelklasse ein. • Rechenleistung & ADAS: Mit dem eigenentwickelten 5nm-Shenji-Chip setzt NIO derzeit die technologische Benchmark bei ADAS-Chips – eine vertikale Integration, die man sonst fast nur bei Tesla oder Huawei findet. Wo sind hier die deutschen OEMs oder die großen Volumenmarken von Geely? • Ökosystem & Infrastruktur: Die konsequente Weiterentwicklung des Batteriewechsels (Power Swap 5.0) und dessen Öffnung für Partner wird in klassischen Rankings oft ignoriert, ist aber ein massiver Innovationsfaktor für die Langstreckentauglichkeit und Netzstabilität. Mit den Marken ONVO und Firefly beweist NIO zudem, dass sie kein reiner Nischen- oder Premium-Hersteller mehr sind, sondern Hochtechnologie für den Massenmarkt skalieren. Ein Ranking, das diese technologische Tiefe ignoriert und stattdessen traditionelle Marktanteile als Innovationsbeweis wertet, bildet die Realität des Jahres 2026 – insbesondere im Leitmarkt China – schlichtweg nicht korrekt ab.
Michael Dietrich
13.05.2026 um 16:22
Auch interessant: Außer Tesla verkauft offenbar keiner der Hersteller E-Autos mit Gewinn. Sollte man auf jeden Fall in so einem Artikel verschweigen. Innovativ ist es ja, nur noch Autos mit Verlusten zu verkaufen. Evergrande lässt grüßen.
Markus
14.05.2026 um 18:46
Laut VW erreicht die neue Kleinwagen-Generation ID.Polo, Cupra Raval und Co. 70-80% der Gewinnmarge von Verbrennern. Bisher erwirtschaften die ID.Modelle zwar nicht viel Gewinn, aber die verbesserten Fronttriebler auf der MEB+ Plattform schon. Also stimmt diese Aussage nicht.
Littlemissile
14.05.2026 um 12:28
Eine Beschleunigung von 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h in einem SUV als Innovationskriterium zu würdigen zeigt doch schon die Absurdität der Studie. Die chinesischen OEMs punkten mit für die breite Masse kundenrelevanten Verbesserungen, da wundert es mich im Fall von BYD schon, warum sie nur Platz 3 belegen. Aber wer bin ich schon, an einer Studie des CAM zu zweifeln.

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