Marken + Nachrichten

31. Oktober 2014

Jaguar Land Rover, Porsche, Tesla, Audi, Govecs, Hase Bikes.


E-Rover als Tesla-Fighter? Der Erfolg von Tesla scheint immer mehr etablierte Autobauer zu “inspirieren”. Laut der Gazette “Autocar” denkt nun auch Jaguar Land Rover über ein rein elektrisches Modell nach. Dieses könnte auf einer neuen Crossover-Variante des Range Rover aufbauen.
autocar.co.uk

Doppelherz für den 911er: Porsche-Chef Matthias Müller hat jetzt gegenüber dem Schweizer Wirtschaftsmagazin “Bilanz” bestätigt, dass der 911-er hybridisiert wird. Ein Plug-in-Hybrid wird nicht explizit erwähnt, ist bei Porsche aber sehr wahrscheinlich. Ein Zeitfenster nannte Müller nicht.
bilanz.ch

Allrad-Tesla eingepreist: In Deutschland wird es das Model S mit “Dual Motor Performance” ab einem Einstiegspreis von 98.440 Euro zu kaufen geben. Das Tech-Paket mit Autopilot kostet 4.000 Euro extra. Wer weitere Extras will, kann bis zu 118.190 Euro für das Model S P85D loswerden.
mein-elektroauto.com, teslamotors.com

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Erlkönig Audi Q7: Im Netz sind neue, allerdings noch ziemlich verhüllte Fotos des neuen Audi Q7 aufgetaucht. Audi-Chef Rupert Stadler hatte kürzlich bestätigt, dass das Modell kurz nach dem Marktstart Anfang 2015 einen Ableger mit Plug-in-Hybridantrieb bekommen wird (wir berichteten).
heise.de, motorauthority.com

Govecs-Elektroroller werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab sofort von der KSR Group vertrieben. Die Münchener Marke Govecs bietet diverse zweisitzige E-Roller der “GO! S”-Serie und die einsitzige “GO! T”-Serie an, die als Basis für Lastenfahrzeuge, etwa für Lieferdienste, dient.
ksr-group.com

Entspannt e-biken: Hase Bikes aus dem Ruhrgebiet stellt zwei Liegeräder namens Kettwiesel Evo und Kettwiesel Kross mit E-Unterstützung vor. Zum Einsatz kommt der Steps-Antrieb von Shimano mit 250 Watt Dauerleistung und einer Akku-Kapazität von 418 Wattstunden. Los geht’s bei 4.400 Euro.
elektrobike-online.com


Spezial

Forschungsprojekt SLAM öffnet Fonds für CCS-Schnelllader.


- Exklusiv -

SLAM-Grafik-300Still geworden war es um SLAM – das Schnellladenetz für Achsen und Metropolen – seit der Präsentation auf der Hannover Messe im April. Doch nun kommt Bewegung in das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt zum Aufbau einer CCS-Infrastruktur. Vor wenigen Tagen wurde der Fonds geöffnet, über den Investoren nun Zuschüsse für die Errichtung von rund 200 DC-Schnellladesäulen erhalten können. Und damit ist auch eine Entscheidung im Konflikt der Ladesysteme gefallen: CHAdeMO-Säulen, ja selbst Multilader, bleiben außen vor.
weiterlesen auf electrive.net >>


Forschung + Technologie

MotorBrain, Rescar 2.0, BASF, LG Chem, Zelectric Motors.


MotorBrain präsentiert Prototypen: Das Forschungsprojekt MotorBrain, an dem u.a. Siemens, AVL, ZF und VW beteiligt sind (wir berichteten), hat jetzt in Friedrichshafen seine Ergebnisse vorgestellt. Neben neuartigen Batteriesystemen wurde auch der Prototyp eines E-Motors präsentiert, der dank neu entwickelter Ferrit-Magnete ohne Seltene Erden auskommt.
innovations-report.de, idw-online.de

Im Projekt Rescar 2.0 haben Infineon, Audi, Bosch, Elmos und das FZI daran geforscht, elektronische Komponenten vor allem für E-Autos robuster zu gestalten. Ergebnis des nun abgeschlossenen Projekts ist eine industrieübergreifende Lösung, die eine effizientere Aufrüstung der Steuergeräte ermöglicht.
elektroniknet.de, springerprofessional.de

BASF startet Japan-JV: Der Chemiekonzern gründet mit Toda Kogyo ein Joint Venture für Li-Ion-Kathodenmaterialien in Japan. Die Batterien sollen auch in Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Das Gemeinschaftsunternehmen nennt sich BASF Toda Battery Materials und soll im Februar loslegen.
basf.com

LG Chem sorgt für Nachschub: Der südkoreanische Batterieriese hat jetzt den Grundstein für eine neue Fertigungsstätte im chinesischen Nanjing gelegt. Sie soll Ende 2015 in Betrieb gehen und jährlich Batteriezellen für rund 100.000 E-Fahrzeuge liefern.
yonhapnews.co.kr, lgchem.com

Käfer mit Stromanschluss: Zelectric Motors aus San Diego stellt einen weiteren Elektro-Umbau des VW Käfer vor. Der Name ´66 ZelectricBug lässt es ahnen: das Originalmodell stammt aus dem Jahr 1966. Bis zu 160 km/h und 130 Kilometer Reichweite sollen drin sein. Der Preis: 45.000 Dollar.
youtube.com via hybridcars.com

- Feedback -

Meistgeklickter Link am Donnerstag war die Kritik zur Auswahl des “besten Pendlerautos” durch die ZDF-Sendung WISO und den VCD, wobei das E-Auto auf dem letzten Platz landete.
e-auto.tv


Zitate des Tages

Klaus Stricker, Andreas Lassota, Gerd Lottsiepen.


Klaus-Stricker“Die Autobauer müssen sich verbünden. Dieser Umbruch ist so teuer, dass ihnen keine andere Wahl bleibt.”

Rät Autoexperte Klaus Stricker von Bain & Company angesichts der neuen Herausforderungen, die auf die klassischen Autobauer zukommen. Gemeint sind die geforderte Abgassenkung bzw. Elektrifizierung, aber auch kapitalstarke Angreifer wie Google und Apple.
manager-magazin.de

Andreas-Lassota“In unserer Entwicklung entstanden die ersten E-Fahrzeuge bereits in den 1970er Jahren. Bis vor kurzem gab es aber noch nicht die richtigen Rahmenbedingungen für eine Markteinführung. (…) Wir haben die Zeit intensiv genutzt, um die Technik zu perfektionieren.”

Andreas Lassota, Leiter E-Mobilität in Vertrieb und Marketing bei Volkswagen, beschwört das inoffizielle Mantra seines Arbeitgebers: Man müsse nicht unbedingt zuerst loslaufen, um als Erster anzukommen.
electrodrive-salzburg.at

Gerd-Lottsiepen“Die Brennstoffzelle ist eine feine Technik. Es steht aber nicht genügend regenerative Energie zur Verfügung, um größere Mengen Wasserstoff zu erzeugen. Ich glaube auch nicht, dass sich in nächster Zeit daran etwas ändern wird.”

Gerd Lottsiepen vom Öko-Verkehrsclub VCD hält es für wenig hilfreich, Wasserstoff mithilfe von “schmutziger” Energie zu gewinnen. Vielleicht sollte er sich mal die Strompreise im solaren Mittagspeak an sonnigen Tagen anschauen. Da gibt es bereits jetzt Strom zum Schnäppchenpreis in Hülle und Fülle.
zeit.de


Flotten + Infrastruktur

Car2go, Multi-Contact, Hamburg, Wuppertal, Zwickau, Südkorea, Coca-Cola, Neuseeland.


Car2go Ulm gibt auf: Daimlers Carsharing-Ableger schließt zum Jahresende ausgerechnet seinen Gründungsstandort, an dem auch E-Smarts im Einsatz sind. Begründung: Es gebe keine Perspektive, das System in Ulm “nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich” zu machen. Die Grünen fordern bereits Ersatz – aufgrund der nun vorhandenen Ladestationen idealerweise einen neuen E-Carsharing-Anbieter.
swp.de (Ende), swp.de (Neuanfang)

Schweizer Bus-Zwischenlader: Multi-Contact hat ein automatisches Ladesystem für E-Busse entwickelt. Es ermöglicht die schnelle Zwischenladung an Haltestellen mit Ladeströmen von bis zu 900 Ampere. Eine Nachrüstung der Haltepunkte bestehender Buslinien ist laut Anbieter leicht möglich.
badische-zeitung.de, multi-contact.de

Elektrisch durch Blankenese: Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein haben am Mittwoch den Linienbetrieb mit einem rein elektrischen Bus gestartet. Der Rampini-Bus mit Siemens-Motor kommt auf der Linie 48 in Hamburg-Blankenese zum Einsatz.
newstix.de

Neue Ladepunkte: Die Wuppertaler Stadtwerke haben an einer Schwebebahnstation eine Ladesäule für Elektroautos in Betrieb genommen. Auch die Zwickauer Energieversorgung hat eine Ladestation installiert und will noch nachlegen: Drei weitere Stromspender im Stadtgebiet sollen folgen.
newstix.de (Wuppertal), freiepresse.de (Zwickau)

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Tour-Symbol-1501. eMobility & Inspirations Tour am 13. November durch Berlin. Werfen Sie mit dem Team von electrive.net einen Blick hinter die Kulissen der Elektromobilität in Berlin. Erleben Sie einen Tag, vollgepackt mit Wissen aus erster Hand. Inklusive Slow-Dating bei Berliner Tapas mit Migrationshintergrund am Abend. Diesen Tag werden Sie nicht vergessen! Letzte Chance: Anmeldung nur noch heute! www.electrive.net/tour

Strom-Zwang in Korea: Die südkoreanische Regierung hat gestern bekanntgegeben, dass alle Regierungsstellen und Universitäten ab dem kommenden Jahr bei der Anschaffung und beim Leasing von Fahrzeugen zu 25 Prozent auf Elektro-Modelle zurückgreifen müssen. Die Elektrifizierung öffentlicher Institutionen soll nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch neue Jobs schaffen.
yonhapnews.co.kr

Die Cola kommt teilelektrisch: Coca-Cola erweitert seine Flotte um insgesamt 140 Hybridfahrzeuge. Die Vans vom Typ Chevrolet Express 3500 wurden bzw. werden mit Antrieben von XL Hybrids ausgerüstet. 70 Hybrid-Vans werden derzeit geliefert, 70 weitere hat Coca Cola bereits bestellt.
puregreencars.com

Tesla statt BMW-Verbrenner: Bei der Regierung in Neuseeland steht in Kürze ein Austausch der Fahrzeugflotte an, die aus 34 BMW-Limousinen der 7er Reihe besteht. Die Grünen nehmen das zum Anlass, den Regierenden eine elektrische Alternative vorzuschlagen: das Tesla Model S.
3news.co.nz, radionz.co.nz


Service

E-Mobility-Förderungen, E-Nutzfahrzeuge, Schaufenster Berlin, Termine.


Bookmark-Tipp: Um potenziellen Kunden den Überblick zu erleichtern, hat Mitsubishi Deutschland auf einer eigens eingerichteten Internetseite diverse lokale Förderprogramme für E-Autos in Deutschland zusammengetragen. Die Seite soll regelmäßig aktualisiert werden.
greenmobility-mitsubishi.de via ecomento.tv

Studien-Tipp: IDTechEx prognostiziert, dass der heutige Nischenmarkt der Elektro- und Hybridfahrzeuge für den Bau, die Landwirtschaft und den Bergbau im Jahr 2025 stolze 30 Mrd Dollar schwer sein wird. IDTechEx rechnet bis dahin u.a. mit einer großen Anzahl an E-Traktoren.
idtechex.com

Schaufenster im Verzug: Die “Berliner Morgenpost” berichtet, dass in der Hauptstadt erst ein Bruchteil der zur Verfügung stehenden Fördermittel abgerufen wurde. Bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung seien erst 150.000 und bei der Wirtschaftsverwaltung 850.000 Euro abgerufen worden. Die zuständige Berliner Agentur für Elektromobilität schiebt den Schwarzen Peter rüber zum Bund.
morgenpost.de

Termine der kommenden Woche: ruhrmobil-E Netzwerksitzung (3.11. in Witten) ++ eMobile Runde (4.11. in München) ++ ATZ-Fachtagung Werkstoffe im Automobilbau (5./6.11. in Stuttgart) ++ Salzburger Forum für E-Mobilität (6.11. in Salzburg) ++ Reinickendorfer Tag der Elektromobilität (6.11. in Berlin)


Rückspiegel

Flugauto wird real.


In Wien wurde jetzt das fliegende Auto Aeromobil 3.0 vorgestellt, das nur 200 Meter zum Abheben und 50 Meter für seinen Landeanflug braucht. Es könnte bereits 2016 für rund 220.000 Euro auf den Markt kommen. Ob Herr Dobrindt diese Art der Autobahn-Umgehung wohl auch in seinem Mini-Maut-Konzept berücksichtigt hat? Fliegen Sie gut ins Wochenende!
n24.de, handelsblatt.com (Video)