electriveCOM-launch-banner

Marken + Nachrichten

30. Mai 2016

Gigafactory, Chemchina, Nissan, Mitsubishi, Tesla, Emovum.


Grand Opening bei Tesla: Die Eröffnung der Gigafactory in Reno im US-Bundesstaat Nevada ist für 29. Juli angesetzt. Die erfolgreichsten Teilnehmer des Model-S-Empfehlungsprogramms haben bereits Einladungen erhalten. Die Gigafactory soll Batterien für 500.000 Fahrzeuge pro Jahr abwerfen.
it-times.de, marketwatch.com

Chemchina will SGL Carbon schlucken: Der chinesische Chemiekonzern Chemchina hat laut „Manager Magazin“ Interesse an der Übernahme von SGL Carbon geäußert. Offenbar gab es Gespräche mit Susanne Klatten, Großaktionärin bei SGL und BMW. Die beiden Unternehmen betreiben in den USA gemeinsam ein Karbonwerk u.a. für Karosserie-Teile von BMW i3 und i8.
manager-magazin.de, automobilwoche.de

Plattform-Sharing für den i-MiEV-Nachfolger: Nissan und Mitsubishi werden offenbar gemeinsam den Nachfolger des Pionier-Elektroautos i-MiEV bauen. Der Wagen soll auf der World A Plattform von Mitsubishi basieren und zum Marktstart 2018 unter beiden Labels fahren.
automobil-produktion.de, the-japan-news.com

Hubject_5 Gruende_de

Spanien buhlt um Tesla: Nach Frankreich wirft ein weiterer Bewerber für ein zweites europäisches Tesla-Werk seinen Hut in den Ring. Mit einer Kampagne unter dem Slogan „Spain loves Tesla“ will sich die Gemeinde Paterna nahe Valencia als attraktiver Standort präsentieren.
electrek.co

Akkukapazität von 400 Hybridautos hat die neue Fähre von Scandlines, die Rostock mit dem dänischen Gedser verbindet. Dank des 1,9 MWh-Akkus fährt das 8.800 t schwere Schiff in Küstennähe 30 Minuten lang rein elektrisch. Geladen wird in den Häfen. Als nächster Schritt soll die Strecke Puttgarden-Rødby sogar komplett emissionsfrei betrieben werden.
wiwo.de

Emovum rollt an: Die zwölf Fiat E-Ducatos, die Umrüster Emovum (vormals Reevolt) mittlerweile auf die Straßen Hamburgs gebracht hat, wurden noch in den Hallen der neuen Mutterfirma Wulf Gaertner Autoparts gebaut. Nun soll die Elektroauto-Manufaktur eine eigene Fertigungshalle bekommen. Auch Transporter anderer Hersteller will Emovum elektrifizieren.
firmenauto.de


Spezial

Es reicht – nicht ansatzweise. Über das Risiko, zu wenig Batteriezellen produzieren zu können.


Batterie-Projekthaus-AudiEin Gerücht geht um. Mehrere Medien berichten seit Freitag, dass die Volkswagen AG zehn Milliarden Euro investieren möchte – für eine Fabrik, in der Batteriezellen produziert werden. Und das ausgerechnet in Salzgitter. Dort, wo Volkswagens größtes Motorenwerk steht, wo massenweise TDIs und TSIs vom Band laufen. „Wir wollen einen großen Wurf, mit dem wir uns an die Spitze der Industrie setzen können“, zitiert das „Handelsblatt“ die Wolfsburger Planspiele. Aber die Meldung wirft eine Frage auf, die schon länger im Raum steht: Reicht die Produktionskapazität für Zellen, wenn die Verkaufszahlen für Batterie-elektrische Autos in Fahrt kommen? Christoph M. Schwarzer hat für uns das große Ganze in den Blick genommen und stellt fest: Die deutsche Autoindustrie steht vor einer schwierigen Entscheidung.
weiterlesen auf electrive.net >>


Forschung + Technologie

Johnson Controls, Lishen, Peugeot, Still.


Forschungspartnerschaft von Johnson Controls: Die Batteriesparte von Johnson Controls forscht im Rahmen zweier neuer Projekte gemeinsam mit der University of Wisconsin–Madison an Akkus der nächsten Generation für E-Autos und Start-Stopp-Systeme.
prnewswire.com

Schweizer Anlagen für Lishen: Der chinesische Batteriezell-Hersteller Lishen hat beim Schweizer Technologiekonzern Bühler für zunächst 10,5 Mio Dollar Produktionslinien zur effizienteren Herstellung von Elektroden-Slurries geordert. Die Unternehmen haben das Verfahren gemeinsam entwickelt. Lishen will in den nächsten Jahren drei weitere Batteriefabriken aufbauen.
chargedevs.com

Peugeot-L500-R-HybridGeburtstagsrenner von Peugeot: Zum 100. Jahrestag seiner drei Siege beim Indianapolis 500 stellt Peugeot die Sportwagenstudie L500 R Hybrid vor. Das flache und 1.000 Kilo leichte Konzeptcar mit der markanten Schnauze soll auf eine Gesamtleistung von 500 PS und 730 Nm kommen.
auto-motor-und-sport.de, electriccarsreport.com

Stromstapler: Der Hamburger Flurförderzeug-Hersteller Still will künftig konsequent auf Elektromobilität setzen: Bis 2017 sollen 90 Prozent aller Still-Fahrzeuge mit Li-Ion-Batterien fahren. Die neuesten elektrischen Modelle stellt Still aktuell auf der CeMAT vor.
materialfluss.de


Zitate des Tages

Georg Bauer, Thomas Lieber, Klaus Fröhlich.


Georg-Bauer„Tesla ist der Pionier bei der Elektromobilität und wird bei der jetzigen Förderung durch eine nicht nachvollziehbare Preisgrenze außen vor gelassen.“

Georg Bauer, Tesla-Manager in Deutschland, klagt in der „WirtschaftsWoche“ über eine „Tesla-Klausel“ bei der E-Auto-Förderung: Durch die Preisobergrenze ist das knapp 90.000 Euro teure Model S von der Prämie ausgenommen. Zudem schrumpfe das Subventionsprogramm ab 2018, ausgerechnet zum Start des massentauglichen Model 3. Zu einer glaubhaften Verschwörungstheorie fehlt nicht mehr viel.
wiwo.de

Thomas-Lieber„Arbeitsmethoden und Standards, die bei der Entwicklung klassischer Verbrennungsmotoren gelernt und etabliert sind, können nicht einfach so übernommen werden.“

Laut Thomas Lieber, Leiter Gesamtfahrzeug E-Mobility bei VW, wird der Hersteller bei Elektroautos künftig neue Wege gehen. Die gesamte Kette vom Design bis zum Vertrieb soll runderneuert werden.
ecomento.tv

Klaus-Froehlich„Wir hatten ursprünglich für 2020 eine Marktdurchdringung von zehn Prozent antizipiert.“

BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich ist nicht ganz zufrieden mit der Entwicklung seiner E-Flotte. Derzeit müsse der Hersteller bei der Elektromobilität finanziell noch massiv in Vorleistung gehen. Mal schauen, ob die Kaufprämie daran ein bisschen was ändert.
frankenpost.de


Flotten + Infrastruktur

PSA, Peking, Philadelphia, Supercharger, Bocholt.


Setzt PSA auf CCS? Indizien wie schnelle Ladezeiten für die angekündigten Stromer der assoziierten Marken deuten darauf hin, dass PSA demnächst zu CCS überlaufen könnte. Damit wäre der in Europa und den USA favorisierte Schnellladestandard gegenüber CHAdeMO weiter im Aufwind.
insideevs.com

Innenstadt-Maut für Peking: In der chinesischen Hauptstadt erwägt man die Einführung einer City-Maut. Wie mit diversen anderen Maßnahmen – etwa die Nummernschild-Tombola, bei der man leichter an Zulassungen für E-Autos als für Benziner kommt –, soll damit der dichte Verkehr in der Innenstadt reguliert werden. Wahrscheinlich ist, dass E-Fahrzeuge von der Maut befreit sein werden.
bloomberg.com

Hybridbusse für die Ostküste: Philadelphia hat den Kauf von 525 Hybridbussen des kanadischen Stadtbus-Herstellers New Flyer bewilligt. Mit diesem 412 Mio Dollar schweren Deal ist die Flotte der „City of Brotherly Love“ zu 95 Prozent elektrifiziert.
greencarcongress.com

Supercharger im Süden: Mit dem soeben in Betrieb genommenen Supercharger im toskanischen Magliano setzt Tesla seine Lade-Expansion in Südeuropa fort und schließt die Lücke auf dem Weg nach Rom. Es ist der zwölfte Schnelllader, den das Unternehmen in Italien installiert hat.
electrek.co

E-Cargo-Bikes in Bocholt: Die deutsch-niederländische Grenzstadt Bocholt stellt lokalen Unternehmen für maximal vier Wochen kostenfrei E-Lastenräder zur Verfügung. Das Angebot wird gut angenommen: Derzeit sind 16 Firmen angemeldet, die vier Transport-Bikes sind bis Mitte Juni ausgebucht.
kle-point.de

— Textanzeige —
jobsSie suchen Experten für Elektromobilität? Da können wir helfen! Ihre Stellenanzeige erscheint mit Ihrem Logo, Kurztext und Link in unserem Newsletter, auf der Webseite und im RSS-Feed – sowie in Kurzform in unserem Twitter-Kanal. Schon ab 299 Euro netto! Alle Infos finden Sie in dieser Übersicht www.electrive.net (PDF)


Service

Kaufprämie, Anreizsysteme, Elektromobilität aus Anwendersicht.


Papier-Tipp: Die „WirtschaftsWoche“ macht mit der Kaufprämie auf und erläutert minutiös, wie diese von der großen Koalition ausgeschlossene Maßnahme doch Realität werden konnte. Es scheint, als hätte die Branche das vor allem BMW zu verdanken. Und die Milchbauern profitieren auch noch davon.
wiwo.de

Studien-Tipps: Zwei neue Studien des ICCT vergleichen die Anreizsysteme für Elektromobilität in den Ländern Europas bzw. in Deutschland und Kalifornien. Letzterer Bericht wurde von der NOW beauftragt, aber nach Informationen von electrive.net erst Monate nach Fertigstellung veröffentlicht.
theicct.org (Europa), now-gmbh.de (PDF, Deutschland/Kalifornien)

Und noch ein Studien-Tipp: Nach 50.000 elektrischen Kilometern erstellt der Sohn einer eMobility-begeisterten Familie eine Studie zur Elektromobilität aus Anwendersicht. Die Arbeit des 16-Jährigen sollten sich alle zur Brust nehmen, die über eMobility reden, diese aber nur vom Papier kennen.
elektromobilitaet-engelhardt.de


Rückspiegel

Eine interessante Begegnung.


Die hatte unsere Redakteurin Carla Westerheide am Wochenende: Sie wurde mit ihrem Renault Zoe durch der Polizei von der Autobahn geholt. Aber nicht etwa, weil sie nur 90 km/h gefahren ist, sondern weil die Ordnungshüter mit dem E-Kennzeichen nichts anfangen konnten. Nach einem Grundkurs Elektromobilität wollten die Polizisten dann noch unter die Motorhaube schauen und fragten sich am Ende: „Warum haben wir eigentlich kein E-Auto?“ Tja, warum eigentlich nicht?
facebook.com/electrive.net (Foto)