Polestar Charge hat Tesla Supercharger nun komplett integriert
Polestar hat sein eigenes Ladeangebot Polestar Charge vor knapp zwei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Berliner Unternehmen Plugsurfing gestartet. Eigene Ladestationen betreibt Polestar nicht, vielmehr handelt es sich um eine Roaming-Lösung. Und diese wächst und wächst: Wurde beim Start der Zugang zu 650.000 Ladepunkten in Europa kommuniziert, waren es vor rund einem Jahr schon über 900.000 Ladepunkte – und mittlerweile ist auch die Millionenmarke geknackt. Dafür muss Polestar freilich nicht selbst neue Ladestationen akquirieren, sondern mit Polestar Charge erhalten Polestar-Fahrer Zugriff auf jede neue Ladestation, die von einem CPO an die Plugsurfing-Plattform angebunden wird.
Nun kommt eine wichtige Neuerung: Die Tesla Supercharger sind nun komplett in die App von Polestar Charge integriert. Zwar konnten die Supercharger schon bislang über Polestar Charge genutzt werden, dazu mussten Kunden aber zusätzlich die Tesla-App installieren und darin Polestar Charge als Zahlungsmittel hinterlegen. Polestar-Fahrer erhalten dadurch einen vereinfachten Zugang zu über 20.000 Superchargern an mehr als 1.500 Standorten in Europa – direkt über Polestar Charge, ohne die App wechseln zu müssen, um Verfügbarkeit zu prüfen oder einen Ladevorgang zu starten. Die Echtzeit-Verfügbarkeit der Tesla Supercharger ist zudem in der Polestar Navigation mit Google Maps im Fahrzeug für eine optimale Routenplanung sichtbar.
Schon vor einiger Zeit hat Polestar Charge zudem auch Plug & Charge eingeführt, auch wenn dies nun erstmals in einer Pressemitteilung thematisiert wird. Bei Plug & Charge handelt es sich um eine Technologie, die es ermöglicht, einen Ladevorgang an einer kompatiblen Ladestation komplett ohne Ladekarte, App oder Kreditkarte zu starten. Stattdessen kommunizieren Fahrzeug und Ladestation direkt miteinander, der Ladevorgang wird automatisch gestartet und gestoppt und die Abrechnung erfolgt komplett im Hintergrund.
Möglich ist Plug & Charge mit dem Polestar 2 des Modelljahrs 2026 sowie dem Polestar 3. Außerdem will Polestar demnächst Plug & Charge über ein OTA-Update auch für den Polestar 4 bereitstellen. Schon jetzt sind über 28.000 Ladestationen mit Plug & Charge in Europa verfügbar. In Deutschland sind über 8.100 kompatible Ladestationen angebunden, darunter die von den Betreibern Ionity, Aral Pulse und Allego.
Olivier Loedel, Head of Product Software Management bei Polestar, sagt: „Mit Polestar Charge bieten wir unseren Kundinnen und Kunden Zugang zu einem der größten Ladenetze Europas. Durch die Erweiterung von Plug & Charge und die vollständige Integration der Tesla Supercharger verbessern wir unser nahtloses Premium‑Ladeerlebnis weiter. Unser starkes Ladeangebot, integriert in die Google Maps Navigation im Fahrzeug, hebt uns von vielen Wettbewerbern ab.“
Die Nutzung von Polestar Charge kostet keine monatliche Grundgebühr. Optional ist aber ein Abo für 13,99 Euro im Monat verfügbar, dass 30 Prozent Rabatt auf Ladevorgänge bei verschiedenen Partnern bietet. Aktuell sind das in Deutschland Ionity, Fastned, Allego, Total, Shell Recharge und Aral Pulse. Europaweit gibt es den Rabatt an über 80.000 Ladepunkten von 42 CPOs.





4 Kommentare