Solaris bezieht auch für künftigen H2-Bus die BZ-Module von Ballard
Ballard und Solaris verbindet eine bereits sieben Jahre währende Partnerschaft: Solaris hat seinen Wasserstoff-Bus Urbino 12 hydrogen im Jahr 2019, die Markteinführung der Gelenkbus-Variante Urbino 18 hydrogen erfolgte im September 2022. In den beiden Fahrzeugen Brennstoffzellen-Systeme von Ballard zum Einsatz: In der Zwölf-Meter-Version wird seitdem das BZ-Modul FCmove-HD mit 70 kW Leistung verbaut, in der längeren Version stehen 100 kW mit dem FCmove-HD+ zur Verfügung. Dabei versorgen die BZ-Module die elektrischen Portalachsen des deutschen Zulieferers ZF mit Energie.
Im Rahmen dieser Kooperation erhielt Ballard zudem vor zwei Jahren einen Auftrag über 1.000 Brennstoffzellen-Module, der zunächst bis 2027 lief und nun bis 2029 verlängert wurde. Im Zuge dessen haben die Kanadier nun den Auftrag erhalten, auch für die nächste Generation des Wasserstoff-Busses von Solaris die BZ-Module zu liefern. Zu dieser neuen Busgeneration ist allerdings noch nichts näheres bekannt.
Im neuen Wasserstoff-Bus soll das im vergangenen September angekündigte neue BZ-Modul namens FCMove-SC zum Einsatz kommen, das mit einer Spitzenleistung von 75 kW arbeitet. Das System bietet laut Hersteller höhere Effizienz, längere Lebensdauer und eine vereinfachte Systemarchitektur, die die Gesamtbetriebskosten (TCO) für Verkehrsbetriebe senkt.
„Die Entscheidung von Solaris für Ballard als Basis für seine Wasserstoff-Bus-Plattform der nächsten Generation ist ein bedeutender Meilenstein für die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres FCmove-SC-Moduls“, sagt Marty Neese, CEO und Präsident von Ballard. „Unsere langjährige Zusammenarbeit mit Solaris basiert auf Vertrauen, technischer Exzellenz und dem gemeinsamen Engagement für emissionsfreie Mobilität. Mit dieser Entscheidung, die durch neu angepasste Geschäftsbedingungen und eine Stärkung der langfristigen Partnerschaft untermauert wird, bekräftigt Solaris sein Vertrauen in Ballards Fähigkeit, Leistung, Zuverlässigkeit und einen hohen Lebenszykluswert in großem Umfang zu liefern.“
Solaris hat nach eigenen Angaben bereits über 800 Wasserstoff-Busse ausgeliefert. Mehr als die Hälfte gingen davon nach Deutschland. Diese Fahrzeuge sind bereits in 18 Städten im Einsatz. Zum Beispiel betreibt die Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) eine Flotte von 26 H2-Bussen von Solaris und die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) betreibt 25 Einheiten.
Update 11.05.2025: Nach Solaris hat auch Wrightbus den kanadischen Zulieferer Ballard Power Systems als Brennstoffzellen-Lieferanten für seinen Wasserstoffbus der nächsten Generation ausgewählt. Dies umfasst die Integration von Ballards Brennstoffzellenmodul FCMove-SC in die dritte Generation des Doppeldecker-FCEV-Busses von Wrightbus, dessen Serienproduktion 2027 beginnen soll. Welche Stückzahlen sich Wrightbus gesichert hat, geht aus der Mitteilung jedoch nicht hervor.
„Unser Wasserstoffbus der 3. Generation befindet sich bereits seit einiger Zeit in der Entwicklung und soll nächstes Jahr auf den Markt kommen. Wir suchen Partner, die uns dabei unterstützen, höhere Effizienz, eine verbesserte Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus und eine robuste Leistung für anspruchsvolle Transporteinsätze zu erzielen“, so Paul King, Chief Procurement Officer von Wrightbus. „Bei unserem Wasserstoffbus der nächsten Generation geht es darum, Gesamtbetriebskosten zu erreichen, die mit denen von Batterie-elektrischen Bussen vergleichbar sind.“
ballard.com, ballard.com (Update)





2 Kommentare